Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Verbraucherzentrale: Keine Brandgefahr bei Photovoltaik

Schleswig-Holstein: Archiv - 09.07.2021, 10.38 Uhr: Immer wieder machen im Internet Gerüchte die Runde, dass von Photovoltaikanlagen eine erhöhte Brandgefahr ausgehe. Zudem hält sich hartnäckig die Legende, dass die Feuerwehr nicht löscht, wenn eine Photovoltaikanlage installiert ist. Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein ist diesen Fragen nachgegangen und hat keine Hinweise auf ein erhöhtes Brandrisiko gefunden.

Photovoltaikanlagen liegen im Trend. Nahezu täglich fragen Interessierte bei der Verbraucherzentrale nach Informationen und Beratung zur Nutzung erneuerbarer Energien. Die Anlagen für den selbst erzeugten Sonnenstrom bieten Hausbesitzern und Mietern die Möglichkeit, Stromkosten zu senken und dabei etwas für Umwelt, Klima und Energiewende zu tun.

Zugleich schüren unter anderem Klimawandel-Leugner immer wieder Ängste, dass Photovoltaikanlagen angeblich ein erhöhtes Brandrisiko mit sich bringen. Belege dafür hat die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein trotz intensiver Recherche nicht gefunden. "Laut der umfangreichen Recherche des vom TÜV Rheinland, Fraunhofer ISE und Bundeswirtschaftsministerium geförderten Leitfadens Brandrisiko haben etwa 0,016 Prozent der bis 2013 der in Deutschland verbauten Anlagen tatsächlich einen Brand verursacht", sagt Sascha Beetz, Referent für Energie und Nachhaltigkeit bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. "Die Ursache waren in der Regel Planungsfehler, defekte und dennoch verbaute Geräteteile oder Installationsfehler."

Wichtig sind deshalb der fachgerechte Einbau und die regelmäßige Wartung oder Überprüfung der Anlagen, beispielsweise nach Unwettern. Die höchste Brandgefahr in deutschen Haushalten geht von Wäschetrocknern aus, gefolgt von weiteren Haushaltsgeräten.

Kommt es zu einem Brand, so muss die Feuerwehr in jedem Einzelfall das Risiko für die Einsatzkräfte abschätzen. Diese sind im Umgang mit stromführenden Materialien und Batteriespeichern ausgebildet. Die Brände werden bestmöglich gelöscht. Nach Angaben des Deutschen Feuerwehrverbandes DFVW war in den letzten zehn Jahren trotz des enormen Zubaus keine übermäßige Steigerung der Brandgefahr durch installierte Anlagen zu erkennen.

Wer sich für eine Photovoltaikanlage interessiert, bekommt bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale alle wichtigen Informationen zu Planung, Sicherheit und Kosten. Vertragsangebote für Miet-Photovoltaikanlagen können Interessierte außerdem von Fachleuten für Energierecht prüfen lassen, um Kostenfallen zu vermeiden.

Die Energieberater der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein helfen bei Fragen gerne weiter.

Die Energieberater der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein helfen bei Fragen gerne weiter.


Text-Nummer: 146007   Autor: Verbraucherzentrale SH   vom 09.07.2021 um 10.38 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.