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NGG warnt vor Abrechnung von Minusstunden

Lübeck: Archiv - 12.07.2021, 12.21 Uhr: Dirk Himmelmann, Geschäftsführer der NGG-Region Lübeck, warnt Beschäftigte in der Gastronomie und im Übernachtungsgewerbe vor der Anrechnung von Minusstunden. Es gebe Fälle, bei denen Arbeitnehmern ein kompletter Monatslohn gestrichen worden sei. Die Gewerkschaft NGG habe mehrere Klagen eingereicht.

In Schleswig-Holstein gelte ein Flächentarifvertrag, erklärt Himmelmann. Und die Anrechnung von Minusstunden, wenn zum Beispiel durch einen Lockdown nicht gearbeitet werden kann, sei nicht zulässig. Dabei gehe es nicht darum, dass jemand mal früher nach Hause möchte oder einen Tag etwas länger bleibe, betont der Gewerkschafter. Es gebe aber auch große Betriebe, bei denen bis zu 170 Minusstunden einfach vom Lohn abgezogen wurden.

In der Corona-Krise hätten viele Arbeitnehmer den Hotel- und Gaststättenbereich verlassen, berichtet Himmelmann. Durch die monatelangen Schließungen sei die enge Bindung zum Arbeitgeber verloren gegangen. Und im Gastgewerbe verdiene ein Fachkraft nach mehreren Jahren rund 2200 Euro brutto im Monat. In der Lebensmittelindustrie, die in Lübeck stark vertreten ist, sei das ein Einstiegsgehalt. "In der Hygiene ausgebildete Fachkräfte sind dort gefragt", berichtet der Gewerkschafter.

Es gibt aber Hoffnung für die Beschäftigten. Die Arbeitgeber würden inzwischen verstehen, dass sie ihre Fachkräfte halten müssen. Dirk Himmelmann ist deshalb für die kommenden Tarifverhandlungen sehr optimistisch.

Im Original-Ton hören Sie das vollständige Gespräch von Harald Denckmann mit Dirk Himmelmann.

Die Gewerkschaft NGG rät Arbeitnehmern, denen Minusstunden vom Gehalt abgezogen werden, zur Klage. Foto: NGG, O-Ton: Harald Denckmann

Die Gewerkschaft NGG rät Arbeitnehmern, denen Minusstunden vom Gehalt abgezogen werden, zur Klage. Foto: NGG, O-Ton: Harald Denckmann


Hier hören Sie den Originalton:

Text-Nummer: 146056   Autor: red.   vom 12.07.2021 um 12.21 Uhr

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