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Falsche Psychologin vor Gericht

Lübeck: Archiv - 22.07.2021, 11.36 Uhr: Am Montag, dem 26. Juli, beginnt um 9 Uhr vor dem Schöffengericht Lübeck das Verfahren gegen zwei Frauen im Alter von 58 und 76 Jahren. Ihnen wird gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen (der jüngeren Angeklagten in 42 Fällen, der älteren Angeklagten in sieben Fällen). Die 58-Jährige soll dabei in zehn Fällen tateinheitlich unbefugt die Titel "Doktor" und "psychologische Psychotherapeutin" geführt haben.

Die Angeklagten sollen gegenüber diversen Pflegekassen der Krankenkassen angegeben haben, sogenannte Verhinderungspflege erbracht zu haben und den Ausgleich der hierfür angeblich entstandenen Kosten beantragt haben, obwohl entsprechende Pflegeleistungen nicht erbracht wurden.

Die 58-Jährige soll darüber hinaus gegenüber der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege Abrechnungen für die Behandlung von Trauma Patienten gestellt und sich dabei - der Wahrheit zuwider - als Dr. phil, Diplom Psychotherapeutin mit Schwerpunkt Psychotraumatologie und -onkologie ausgegeben haben, obgleich sie lediglich Diplom Sozialpädagogin ist.

Des Weiteren soll sie sich gegenüber der Opferschutzeinrichtung "Weißer Ring e.V." der Wahrheit zuwider als approbierte niedergelassene Psychologische Psychotherapeutin mit traumatherapeutischer Zusatzqualifikation ("systemische-integrierte-Psychotraumatherapie") ausgegeben und dadurch erreicht haben, dass Opfer per sogenannten Hilfeschecks an sie verwiesen und ihr Aufträge für Gesprächspsychotherapieeinheiten erteilt wurden.

Insgesamt soll die jüngere Angeklagte bei den Krankenkassen, der Berufsgenossenschaft sowie dem Weißen Ring einen Schaden von knapp 98.500 Euro verursacht haben, die ältere Angeklagte mindestens einen Schaden von knapp 17.000 Euro Das Gericht hat zwei Verhandlungstage anberaumt und 13 Zeugen geladen.

Die jüngere Angeklagte soll einen Schaden von knapp 98.500 Euro verursacht haben.

Die jüngere Angeklagte soll einen Schaden von knapp 98.500 Euro verursacht haben.


Text-Nummer: 146238   Autor: StAHL/Red.   vom 22.07.2021 um 11.36 Uhr

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