Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.
Grüne: Bruno Hönel
Grüne: Bruno Hönel

Wetter: Mehr Wind - mehr Regen

Lübeck: Archiv - 29.07.2021, 15.30 Uhr: Die Wetterlage stellt sich um. Die ruhigen Tage sind vorbei, es wird wieder etwas aktiver am Himmel und die Regengebiete, wenn sie denn anstehen, ziehen wieder erheblich schneller durch, wie es für unsere Region im Grunde typisch ist.

In unserer letzten Langfristprognose hatten wir ja nur ganz geringe Druckunterschiede über ganz Europa prognostiziert, die eine Wettervorhersage auf den Punkt außerordentlich schwierig machen. Das beste Beispiel hatten wir vor wenigen Tagen bei uns in Lübeck, als die Touristen auf dem Markt saßen und bei Sonnenschein Kaffee tranken, während in Travemünde die Autos auf der Landstraße förmlich absoffen und die Keller leergepumpt werden mussten. Da liegen lediglich 10 km Luftlinie dazwischen und es ist bei geringem Druckunterschied nahezu unmöglich, so ein Ereignis genau vorherzusagen. Fachleute und Laien waren gleichermaßen überrascht, und den Wetterdiensten ist nicht der geringste Vorwurf zu machen, das nicht rechtzeitig vorhergesagt zu haben.

Bild ergänzt Text

Bis Mitte August bekommen wir auch Regengebiete, aber die sind wieder genauer bestimmbar, denn es gibt bei uns wieder Bewegung in der Atmosphäre. Ein ganz leichter Einfluss des Azorenhochs ist immer noch spürbar und auch bis Mitte August werden wir immer noch Tagestemperaturen um die +20°C registrieren können. Grundsätzlich bewegt sich aber der Jet-Stream, von dem in unseren Vorhersagen oft die Rede ist, wieder etwas weiter nach Süden, so dass wir am Nordrand vermehrt mit durchziehenden Tiefdruckgebieten aus Richtung Island rechnen müssen. Neuerdings wird ja auch in Talkshows öfter mal vom Jet geredet und von daher sei vielleicht noch angemerkt, dass der südöstliche Mittelmeerraum zurzeit von einer biblischen Hitzewelle geplagt wird, da am Südrand des Jet Druckgebilde entstehen, die den heißen Wind aus der Sahara direkt nach Südeuropa transportieren. Wer dort Urlaub gebucht hat sollte sich über Mittag lieber ausruhen und literweise Wasser trinken, sonst drohen gesundheitliche Probleme.

Bei uns, wie gesagt, bei immer noch sommerlichen Temperaturen durchziehende Tiefdruckgebiete von West nach Ost, die immer einmal wieder Niederschlagsgebiete im Gepäck haben, aber uns eben auch sonnige Abschnitte mit frischen Winden bescheren. Bei einer derartigen gemischten Lage sollte man die alte Küstenregel befolgen und sich an den Strand begeben sobald die Sonne scheint und den nächsten Guss, der immer einmal wieder ansteht, bei einem guten Getränk auf der überdachten Terrasse oder meinetwegen auch unter dem Schirm der Beach-Lounge aussitzen. Solange Luft und Wasser sich um die +20°C bewegen können wir das Ganze bei uns durchaus noch Sommer nennen, wie es dann weiter geht werden wir uns Mitte August wieder genauer anschauen.

Die heißen Sommertage sind erst einmal vorbei. Foto: Karl Erhard Vögele, Grafik: Harald Denckmann

Die heißen Sommertage sind erst einmal vorbei. Foto: Karl Erhard Vögele, Grafik: Harald Denckmann


Text-Nummer: 146364   Autor: Harald Denckmann   vom 29.07.2021 um 15.30 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.