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Grüne: Bruno Hönel
Grüne: Bruno Hönel

Moislinger Allee: Das Ende einer Posse nach 15 Jahren

Lübeck - St. Lorenz Süd: Archiv - 04.08.2021, 20.31 Uhr: Im Jahr 2006 wurde beschlossen als Ausgleich für die Sperrung der Finkenstraße die Moislinger Allee vierspurig auszubauen. Nach 15 Jahren ist der knapp fünf Millionen Euro teure Umbau abgeschlossen. Es bleibt zwar bei zwei Fahrspuren, aber immerhin gibt es jetzt nutzbare Radwege.

Am 4. Januar 2006 wurde die Finkenstraße für den Durchgangsverkehr gesperrt. Um die erbosten Autofahrer zu beruhigen, wurde der Ausbau der Moislinger Allee von der Finkenstraße bis zum Lindenplatz beschlossen. Das Land sagte Fördergelder zu.

Der Ausbau zwischen Finkenstraße und Lachswehrallee war schnell erfolgt. Im weiteren Verlauf musste die Stadt allerdings einigen Anliegern ein Stück Vorgarten abkaufen. als das erledigt war, hatten sich die Vorschriften für den Straßenbau geändert. Also wurden die Pläne geändert. Es blieb bei zwei Fahrspuren mit einem Mittelstreifen, der zum Abbiegen und als Querungshilfe für Fußgänger dient. Jetzt gab es aber Probleme mit der Ausschreibung. Statt der veranschlagten Kosten von 2,5 Millionen Euro forderten die Baufirmen das Doppelte. Die Stadt musste trotzdem bauen, denn sonst wären die Fördergelder des Landes verfallen.

Der letzte Teil der langen Geschichte: Eigentlich sollte die Straße für mehr Autoverkehr ausgelegt werden. Doch die Verwaltung entschied, dass die Einfahrt in den Lindenplatz nur noch einspurig erfolgen soll. Die Lübecker Politiker lehnten das ab. Die Verwaltung baute trotzdem einspurig. Über verkehrsrechtliche Anordnungen habe die Bürgerschaft nicht zu entscheiden.

Die Stadtverwaltung zieht ein positives Fazit: "Auf dem gesamten Abschnitt wurden die Fahrbahnen und die Nebenanlagen wie Längsparkstreifen, Radwege und Gehwege neu geordnet und richtlinienkonform gemäß der Straßenverkehrsordnung (StVO), der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung (VwV-StVO), dem Handbuch für die Bemessung von Straßenverkehrsanlagen (HBS), der Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen (RASt 06), den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA) sowie dem Regelwerk für Anlagen des Fußgängerverkehrs (EFA) ausgebaut."

15 Jahre wurde geplant und gebaut: Immerhin gibt es für fünf Millionen Euro jetzt regelkonforme Rad- und Gehwege. Foto: Oliver Klink/Archiv

15 Jahre wurde geplant und gebaut: Immerhin gibt es für fünf Millionen Euro jetzt regelkonforme Rad- und Gehwege. Foto: Oliver Klink/Archiv


Text-Nummer: 146474   Autor: VG   vom 04.08.2021 um 20.31 Uhr

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