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Grüne: Bruno Hönel
Grüne: Bruno Hönel

XR-Aktion in Travemünde: Wasser bis zum Hals

Lübeck - Travemünde: Archiv - 09.08.2021, 10.19 Uhr: Extinction Rebellion (XR) hat zusammen mit den BIs gegen die Feste Fehmarn Belt Querung (FFBQ) am Strand von Travemünde auf die Umweltkrise aufmerksam gemacht. Aktivisten sind mit Schildern "Uns steht das Wasser bis zum Hals" ins Wasser gegangen.

Jörg von XR: "Die politischen Maßnahmen und Ziele werden von der Klimawissenschaft als bei weitem nicht ausreichend kritisiert. Wir leeren die Lager unseres Planeten und zerstören dabei die Lebensgrundlagen von sehr vielen Lebewesen und von uns selbst. Seit 65 Millionen Jahren gab es kein Artensterben wie wir es derzeit verursachen. Fortwährendes Wirtschaftswachstum auf einem übernutzten Planeten ist nicht möglich ohne immer weitere Zerstörung. Stoppt diese Zerstörung, reduziert den Konsum, investiert konsequent in erneuerbare Energie, biologische Landwirtschaft und Naturschutz. Wählt entsprechende Parteien und beteiligt euch aktiv an einer Massenbewegung für die Rettung unserer Welt." Was getan werden müsse, könne jeder unter www.handbuch-klimaschutz.de/ erfahren.

Wo heute an der Küste zehntausende Menschen leben, könnten in Zukunft vielerorts die Wellen schlagen. Nach Einschätzung von Klimaforschern würden durch Folgen des Klimawandels auch jene Gebiete als überflutungsgefährdet gelten, die bis zu drei Meter über dem Meeresspiegel liegen. Betroffen wären demnach große Teile von Fehmarn bis Timmendorfer Strand, Travemünde, sowie Lübeck.

Die Teilnehmer der Aktion zogen weiter auf die Strandpromenade mit der Botschaft "Klimaschutz rettet Leben". Musikalisch wurden Blockaden des Weiter-so angekündigt.

Ute: "Die Folgen der Klimakrise sind vielfältig. Hierbei zählt nicht nur der Meeresspiegelanstieg zu einer der bedrohlichsten Konsequenzen. Die Zunahme von Extremereignissen und deren Auswirkungen auf unsere Gesellschaft, wie die letzten Hitzesommer und heftiger wiederkehrende Überflutungen wie jetzt in Westdeutschland mit 180 Toten, gehören ebenso dazu, wie stark steigender Migrationsdruck. Ein Drittel der Weltbevölkerung muss jetzt und in Zukunft seine Heimat verlassen. Auch Pandemien entstehen leichter, wenn die Ökosysteme durcheinander kommen. Eine erhebliche Verschlechterung unseres Lebens ist die Folge des Raubbaus."

Betroffen äußert Simone: "Notwendig sind schnelle und weitreichende Änderungen in allen gesellschaftlichen Bereichen. 1,2 °C mehr sind inzwischen erreicht. Jede zusätzliche Erwärmung vergrößert die Gefahr, dass der weitere Verlauf außer Kontrolle gerät. Der Golfstrom könnte stoppen, auftauendes Nordpolarmeer und Permafrostböden werden die katastrophalen Folgen verstärken. Zu viele Menschen denken jedoch wir wollen weiter leben wie bisher und für die Folgen wird sich schon eine technische Lösung finden. Dabei werden die Kosten später noch viel höher sein als das, was jetzt ausgegeben werden muss. Resignation ist ein Luxus. Die Klimakrise muss gesellschaftlich anerkannt werden."

Dazu gehöre auch die Abkehr vom Autobahnbau durch die Ostsee, dem Fehmarn Belt Tunnel.

Extinction Rebellion (XR) möchte mit Aktionen auf die Umweltkrise aufmerksam machen. Foto: XR

Extinction Rebellion (XR) möchte mit Aktionen auf die Umweltkrise aufmerksam machen. Foto: XR


Text-Nummer: 146546   Autor: XR/Red.   vom 09.08.2021 um 10.19 Uhr

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