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Grüne: Bruno Hönel
Grüne: Bruno Hönel

Tarifrunde Groß- und Außenhandel: Keine Einigung

Schleswig-Holstein: Archiv - 11.08.2021, 11.08 Uhr: Am Dienstag, dem 10. August endete die zweite Verhandlungsrunde für die rund 35.000 Beschäftigten des Groß- und Außenhandels in Schleswig-Holstein ohne Annäherung der Tarifparteien. Die Arbeitgeberseite legte kein neues Angebot vor. Seitens ver.di wurde nochmals das vorliegende Angebot der Arbeitgeber vom 5. Juli als viel zu niedrig kritisiert.

Dem von den Arbeitgebern vorgeschlagenen Weg einer Differenzierung nach der Pandemiebetroffenheit der Unternehmen erteilte die ver.di-Verhandlungskommission erneut eine Absage. Die Arbeitgeber sahen sich im Gegenzug nicht in der Lage, ein deutlich verbessertes Angebot vorzulegen.

ver.di-Verhandlungsführerin Heike Lattekamp: "Die Tatsache, dass heute kein verbessertes Angebot vorgelegt wurde, können die Beschäftigten nicht nachvollziehen, denn bereits vor 5 Wochen hat der Arbeitgeberverband seinen Mitgliedsunternehmen empfohlen, die Löhne und Gehälter zum 01.12.2021 um 2 Prozent anzuheben."

Lattekamp weiter: "Die Verbandsempfehlung ist somit besser, als das uns vorgelegte Angebot. Damit heizt der Arbeitgeberband den Tarifkonflikt weiter an. Die angemessene Antwort aus den Betrieben wird nicht lange auf sich warten lassen."

Die Arbeitgeber boten bislang folgende Tariferhöhungen an (Laufzeit: 24 Monate, 01. April 2021 bis 31. März 2023):

- Ab 1. Februar 2022 um 1,5 Prozent
- Ab 1. Oktober 2022 um weitere 1 Prozent

Für wirtschaftlich starke Unternehmen und solche, die in Folge der Pandemie geschädigt wurden, sollen die Tariferhöhungen vier bis sechs Monate früher beziehungsweise später gelten. Zudem zahlen wirtschaftlich starke Unternehmen im Juni 2021 eine nicht tabellenwirksame Einmalzahlung von 150 Euro.

ver.di erhebt folgende Tarifforderungen:

- Erhöhung der Löhne und Gehälter um 155 Euro, mindestens jedoch um 6 Prozent
- ein tarifliches Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde,
- Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 70 Euro,
- die neuen Tarifverträge sollen für eine Laufzeit von 12 Monaten vereinbart werden.

Außerdem fordert die Gewerkschaft von den Arbeitgebern die gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge, damit diese für alle Betriebe in der Branche gelten. Nur so lassen sich Tarifflucht und Dumpinglöhne verhindern. Die Tarifverhandlungen werden am 21. September fortgeführt.

ver.di kritisiert das vorliegende Angebot der Arbeitgeber als zu niedrig. Symbolbild: Archiv

ver.di kritisiert das vorliegende Angebot der Arbeitgeber als zu niedrig. Symbolbild: Archiv


Text-Nummer: 146594   Autor: Ver.di    vom 11.08.2021 um 11.08 Uhr

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