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Gemeinnützige Lübeck

Eine etwas andere Museumsnacht in Lübeck

Lübeck: Archiv - 17.08.2021, 15.36 Uhr: Die beliebte Museumsnacht kann auch in diesem Jahr bedingt durch die Pandemie nicht stattfinden. Die Lübecker Museen bieten eine Alternative an: Am Freitag, 20. August, sind die Häuser bis 23 Uhr geöffnet.

Am Freitag, 20. August, haben die Häuser der Lübecker Museumsverbundes zusammen mit dem Zentrum für Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck (ZKFL) durchgängig bis 23 Uhr geöffnet, um allen Kulturinteressierten trotz der abgesagten Museumsnacht im Rahmen der geltenden Hygienevorschriften einen Museumsbesuch in besonderer Atmosphäre zu ermöglichen. Dazu findet im Zeitraum von 18 bis 23 Uhr ein kleines Programm mit ausgewählten Kurzvorträgen, Führungen, Walking Acts und kurzen Konzerten statt. Lichtinstallationen und Fassadenilluminierungen runden das Erlebnis ab und bringen die Häuser zum Leuchten. Das ZKFL verzaubert mit einer Bildprojektion an seiner bunt erleuchteten Fassade.

Dem Leitenden Direktor der Lübecker Museen Prof. Dr. Hans Wißkirchen ist es dabei wichtig, in der nach wie vor andauernden Pandemiesituation mit Feingefühl vorzugehen und auch an diesem Abend Menschenansammlungen zu vermeiden: „Uns geht es in erster Linie darum, den Menschen einen Museumsbesuch in abendlicher Atmosphäre zu bieten, bei dem die Besucher mit nur einem Ticket durch alle Häuser flanieren können und durch die langen Öffnungszeiten die Möglichkeit haben, in Ruhe unsere Exponate zu studieren. Damit lassen sich Menschenansammlungen perfekt umgehen und entzerren.“ Selbstverständlich gelte aber auch bei allen weiteren Angeboten des Abends das Motto „Safety First!“, weswegen genau auf Abstand und Hygienemaßnahmen geachtet würde. So seien Kontaktdatenerfassung mittels Luca App und das Tragen von medizinischen Masken in allen Häusern unerlässlich, um den Menschen in diesen Zeiten einen entspannten Abend bieten zu können, so Wißkirchen.

Zu sehen sind unter anderem die aktuellen Sonderausstellungen „Into The Trees“ im Günter Grass-Haus, „Sex und Vorurteil“ der Lübecker Völkerkundesammlung im St. Annen-Museum, „Armin Mueller-Stahl - Nacht und Tag auf der Erde“ in der Kunsthalle St. Annen oder „GastArbeiter?!“ im Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk (von 14 bis 17 Uhr). Im Museum Behnhaus Drägerhaus werden darüber hinaus Führungen und eine Lesecollage zur kommenden Sonderausstellung „Nordisch Modern“ (Start: 1. September), zum Thema „100 Jahre Museum Behnhaus“ sowie eine Führung zu „Buddenbrooks im Behnhaus“ angeboten. Im Infocenter und Museumsshop „Buddenbrooks am Markt“ wird die neue digitale Anwendung, bei der mithilfe einer App wertvolle „Geschichten aus der Sammlung“ des Buddenbrookhauses auf das eigene Smartphone gezaubert werden, bei Klaviermusik erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Musikalische Betrachtungen und literarische Fragmente zum Roman „Die Rättin“ sowie eine Führung gibt es dagegen im Günter Grass-Haus im Rahmen der Sonderausstellung „INTO THE TREES“. Eine Zeitreise in vergangene Epochen können Besucher:innen der Katharinenkirche gleich mit mehreren Führungen sowie akustisch bei Klängen von Händel erleben.

Im Museumsquartier St. Annen ist wohl das im wahrsten Sinne des Wortes bunteste Programm geboten: Rund um die Sonderausstellung „Sex und Vorurteil“ der Lübecker Völkerkundesammlung, die nur noch bis 29. August zu sehen ist, wird es unter anderem eine „Kinky Performance“ mit dem Xelk Kollektiv Hamburg, einen Cosplay-Talk, eine Performance zur Sexarbeit in Kooperation mit dem ZKFL und eine queere Führung geben. Doch auch traditionellere Angebote warten dort auf die Besucher, die sich im St. Annen-Museum auf die Spuren der Restaurierung des Gavnø-Retabels, die goldglänzende Pracht diverser Altäre oder in der Kunsthalle St. Annen durch die Gemälde des Multitalents und Hollywoodstars Armin Mueller-Stahl machen können.

Im Museum für Natur und Umwelt wartet das „Orchester des Wandels“ darauf, Musikbegeisterte in Kooperation mit dem Theater Lübeck u.a. mit Klängen von Mozart und Brahms in die Klangwelten der Natur zu entführen. Konzerttickets sind über das Theater Lübeck zu erwerben. Anschließend wartet ein interaktiver Vortrag in englischer Sprache über Wale. Das nächtliche Holstentor kann mithilfe einer Digital Story ganz auf eigene Faust erkundet werden. Und bereits um 14 Uhr gibt es im Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk eine Kuratorenführung durch die aktuelle Ausstellung „GastArbeiter?!“ – so hat man genügend Zeit, sich danach in Ruhe auf den Weg Richtung Innenstadt zu begeben.

Die Tickets im Wert von zehn Euro, ermäßigt fünf Euro, die zum Eintritt in alle teilnehmenden Häuser berechtigen, sind bereits online unter luebeck-ticket.de sowie im Museumsshop “Buddenbrooks am Markt“ erhältlich. Am Abend des 20. August sind die Tickets zudem in den Shops der Museen zu erwerben.

Das Programm steht: Statt der Museumsnacht gibt es in diesem Jahr nur ein kleines Programm. Foto: JW/Archiv

Das Programm steht: Statt der Museumsnacht gibt es in diesem Jahr nur ein kleines Programm. Foto: JW/Archiv


Text-Nummer: 146735   Autor: Museen/red.   vom 17.08.2021 um 15.36 Uhr

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