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Grüne: Bruno Hönel
Grüne: Bruno Hönel

Wetteraussichten: Ein wenig Sommer kommt noch

Lübeck: Archiv - 22.08.2021, 19.02 Uhr: Am Sonntag waren die Strände leer und die Innenstadt voller Touristen. Doch das könnte sich noch einmal ändern. Harald Denckmann hat die Wettermodelle ausgewertet. Wir haben gute Chancen, Anfang September eine stabile Hochdrucklage zu bekommen.

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Die kleinen Buchstaben in der Wetterkarte deuten es bereits an. So richtig Bewegung ist noch nicht in der Atmosphäre vorhanden. Jedenfalls nicht in der Wetterregion, die uns in Lübeck betrifft. Die Druckunterschiede sind nicht hoch, von daher ist es auch weitgehend windstill bei uns und mit ein wenig Sonnenschein war der vergangene Samstag noch einmal ein richtig schöner Strandtag. Das geht auch erst einmal bis zum kommenden Mittwoch so weiter. Überwiegender Hochdruckeinfluss beschert uns weiterhin Temperaturen so um die +20°C bei weitgehender Windstille und eher wenig Niederschlägen.

Dann kommt von Norden eine Randstörung in Form eines kleinen Tiefdruckgebietes. Das ist mit einem Windrichtungswechsel verbunden und die Tagestemperaturen sinken von Mittwoch bis Sonntag eher auf Werte um die +15°C. Alle werden dann sagen, dass es 'frischer' wird und der Herbst so langsam kommt. Das stimmt natürlich tatsächlich und ist auch bei Licht besehen für Ende August keine besonders originelle Prognose. Schließlich sind die Nordrheinwestfalen von der Ostseeküste mangels Ferien abgerückt und Schwärme von Herbstgänsen ziehen über unsere Köpfe. Das sind schließlich für jedermann deutliche Signale, dass es langsam Herbst wird.

Aber eine Überraschung ist noch drin. So wie die Modelle im Moment aussehen, geht es zum Anfang des Monats September noch einmal aufwärts. Das Azorenhoch scheint sich noch einmal, schwach ausgeprägt natürlich, in unserer Region mit Temperaturen um die +20°C zurückzumelden. Ab Monatsbeginn werden damit auch die Niederschlagswahrscheinlichkeiten geringer und wir könnten eine richtig schöne Spätsommerperiode bekommen. Wäre natürlich schön, wenn diese Tage sich bis in einen 'goldenen Oktober' hineinverlängern würden. Darüber kann man allerdings aus heutiger Sicht noch nichts Genaues sagen, das wäre wirklich Leserei im Kaffeesatz. Spannend ist aber immerhin, wie lange diese Periode schwachen Druckes über Nordeuropa noch andauern wird.

Die mangelnde Bewegung in den Drucklagen hat uns schließlich die ganzen stationären Regengebiete beschert, die vielerorts für schlimme Überschwemmungen gesorgt haben. Auch bei uns hat es Starkregen gegeben, allerdings immer nur in recht kurzen Episoden. Für das Jahr 2021 hat Peter Faulbrück in seiner Wetterstation für Lübeck bisher 406 mm Niederschlag seit dem 1. Januar gemessen. Damit liegen wir gut im Trend, zu viel ist das aber keinesfalls. Bis zum 31. Dezember sollten wir gern noch auf rund 700 mm kommen. Also nicht jammern, wenn es einmal regnet. Die Natur hat nämlich die Dürre von 2018 immer noch nicht ganz verdaut. Ein wenig sollten die Grundwasserreserven daher ruhig noch aufgefüllt werden.

Das Grau am Himmel könnte im September strahlendem Sonnenschein weichen. Foto: VG, Grafik: Harald Denckmann

Das Grau am Himmel könnte im September strahlendem Sonnenschein weichen. Foto: VG, Grafik: Harald Denckmann


Text-Nummer: 146831   Autor: Harald Denckmann   vom 22.08.2021 um 19.02 Uhr

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