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Grüne: Bruno Hönel
Grüne: Bruno Hönel

Hubbrücke stoppt die Schifffahrt in Lübeck

Lübeck: Schlechte Stimmung im Lübecker Hafen: Die Hubbrücke ist inzwischen so marode, dass die Zahl der Öffnungen reduziert wird. Das trifft auch die Binnenschiffer. Und die beliebten Ausflugsfahrten rund um die Altstadt sind nur noch bis zu einem Pegel von 5,40 Meter möglich.

Die Hubbrücken, also die Fußgänger-, Eisenbahn- und Straßenverkehrsbrücke, wurden von 1896 bis 1900 gebaut. Die Straßenbrücke ist seit 121 Jahren im Einsatz. Im Jahr 1982 war ein Neubau geplant. Die Wasserstraßenverwaltung und die Stadt konnten sich aber nicht einigen. Im Jahr 2009 stellte der Bund dann 13 Millionen Euro für einen Nachbau der bestehenden Brücken zur Verfügung. Die Stadt lehnte das ab. Aktuell wird wieder verhandelt.

Nach über 120 Jahren mit der Original-Technik gibt es zunehmend Probleme. "Der technische Zustand der Brücke erfordert bis zu deren Sanierung eine konstante Aufrechterhaltung einer planbaren Dienstleitung", teilt das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ostsee auf Nachfrage mit. Konkret bedeutet das: Von 12 bis 16 Uhr wird die Brücke nicht mehr geöffnet - auch nicht für Binnenschiffe. So kommt es aktuell gegen 16 Uhr zu längeren Öffnungszeiten. Bis zu drei Binnenschiffe warten dann bereits. An der nächsten Schleuse, die nur von einem Schiff zur Zeit genutzt werden kann, gibt es dann weitere lange Wartezeiten.

"Brückenöffnungen zur Kompensation von Hochwasserereignissen sind bei dem derzeitigem Alter und Zustand der Brücke nicht möglich und nicht vorgesehen", so das Amt. Das trifft hauptsächlich die Stadtrundfahrten. Die benötigen ab einem Pegel von 5,40 Meter eine kurze Öffnung. Die Schiffe müssen jetzt bei hohem Wasserstand statt die Innenstadt zu Umrunden eine Tour durch den Stadtgraben machen.

Jürgen Schlichting, Vorsitzender des Nautischen Verein Lübeck, spricht von einem "Ärgernis für die Berufsschifffahrt", das auch die Lübecker Häfen betreffe. So könne es bei Ladungen zu Verspätungen kommen. Hafenbetreiber und IHK werden sich Ende des Monats zum Gespräch treffen.

Aus Sicht des Wasserstraßen und Schifffahrtsamtes gibt es keine Alternative: Jede zusätzliche Brückenöffnung berge aufgrund der höheren Beanspruchung die Gefahr, dass die Brückenmechanik ausfällt. "Dies hat zur Folge, dass die Brücke sowohl für den Straßen- als auch für den Schiffsverkehr gesperrt werden muss."

Die Straßenhubbrücke hat ihre Lebensdauer überschritten. Jetzt wird die Schifffahrt eingeschränkt. Foto: VG

Die Straßenhubbrücke hat ihre Lebensdauer überschritten. Jetzt wird die Schifffahrt eingeschränkt. Foto: VG


Text-Nummer: 147001   Autor: VG   vom 01.09.2021 um 23.00 Uhr

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