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Grüne: Bruno Hönel
Grüne: Bruno Hönel

IHK: Stadt geht Anregungen zur Beckergrube nicht ein

Lübeck: Mit Verwunderung hat die Industrie- und Handelskammer zu Lübeck (IHK) die Evaluation der Hansestadt Lübeck zur Umgestaltung der Beckergrube in Form eines Verkehrsversuches zur Kenntnis genommen. Die Stadt habe in ihrem Bericht (wir berichteten am Dienstag) die Anregungen der Kammer nicht berücksichtigt.

„Leider geht dieser ausführliche Bericht nicht auf die Ergebnisse einer von uns durchgeführten und bereits im Juni an die Stadt geschickten großen Befragung direkt betroffener Unternehmen ein“, sagt Inga Weitemeyer Referentin im Geschäftsbereich Standortpolitik der IHK.

Die IHK-Umfrage, bei der die ansässigen Gewerbetreibenden im Frühjahr um Stellung gebeten wurden, habe laut Weitemeyer einige unstrittige Ansichten zu Tage geführt. So werde eine Verkehrsreduzierung einhellig positiv bewertet. Dieses Ziel könne laut Unternehmensbefragung auf verschiedenen Wegen erreicht werden. Ein Vorschlag der IHK sei ein Shared Space, der die Durchfahrtsdauer für Pkw erhöhe. Hierdurch bleibe die Innenstadt für alle Verkehrsbeteiligte einschließlich aller Lieferverkehre erreichbar, sie stelle aber keine Abkürzung für den motorisierten Individualverkehr dar. „Diese Möglichkeiten werden von der Stadt leider überhaupt nicht beachtet“, sagt Weitemeyer.

„Unterschiedliche Nutzungen des Raumes für Wirtschaft, Wohnen und neuer, bisher nicht stattfindender Nutzung generieren natürlich auch unterschiedliche Bedürfnisse an diesen Raum, auch innerhalb der Gruppe der Gewerbetreibenden“, so Weitemeyer. So wünschten sich Gastronominnen und Gastronomen mehr Fläche für attraktive Außengastronomie, während für die Einzelhändlerinnen und -händler sowie Dienstleistungen mit Ladengeschäft die Erreichbarkeit ihres Geschäfts auch mit dem Auto und für Warenlieferungen häufig eine Grundvoraussetzung sei.

Da bereits jetzt der motorisierte Durchfahrtsverkehr ausgeschlossen sei, erfolge mit einer Ausweitung des Durchfahrtsverbots bis zum Burgtor keine nennenswerte zusätzliche Beruhigung.

„In der langfristigen Perspektive ist der Nutzungsmix von essenzieller Bedeutung für die Attraktivität der Innenstädte. Wir sollten daher die Bedarfe der unterschiedlichen Gewerbetreibenden auch in der Bewertung des Gesamtprojekts Beckergrube berücksichtigen“, sagt Weitemeyer. „Betriebe werden sich nur bei gegebener Wirtschaftlichkeit halten können oder sich neu ansiedeln.“ Dies müsse auch im Gesamtinteresse einer lebenswerten Innenstadt Lübecks sein.

Den Text über die Evaluierung der Stadtverwaltung des Verkehrsversuchs lesen Sie hier.

Die IHK schlägt für die Beckergrube eine Shared Space vor.

Die IHK schlägt für die Beckergrube eine Shared Space vor.


Text-Nummer: 147035   Autor: IHK/red.   vom 03.09.2021 um 15.38 Uhr

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