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Grüne: Bruno Hönel
Grüne: Bruno Hönel

Planänderungsbeschluss für Belttunnel

Ostholstein: Zehn Monate nach Abweisung sämtlicher Klagen gegen den Bau des Fehmarnbelttunnels durch das Bundesverwaltungsgericht hat das Land einen Planänderungsbeschluss für das Projekt erlassen. Darin werden bislang unentdeckte und geschützte Riffstrukturen in der Nähe der künftigen Tunneltrasse berücksichtigt.

Wie Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz am Dienstag dem Landeskabinett berichtete, wurde die Befreiung von den Verboten des gesetzlichen Biotopschutzes für zusätzliche Riffflächen erteilt. Zum Ausgleich werden neue Riffstrukturen angelegt. „Damit haben wir alle Hausaufgaben erledigt, die uns das Gesetz und letztlich auch das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts auferlegt hat“, sagte Buchholz.

Bei den im letzten Jahr entdeckten Biotopen handelt es sich um drei Riffflächen im Einflussbereich des Tunnels. Die erste Fläche liegt zwei Kilometer nordöstlich des Fährhafens Puttgarden, westlich der Tunneltrasse, die zweite beginnt 300 Meter östlich vom Fährhafen und erstreckt sich entlang der gesamten Ostküste Fehmarns. Die dritte Rifffläche liegt etwa 1,6 Kilometer nordöstlich des Fährhafens. Die geplanten Kompensationsmaßnahmen grenzen unmittelbar nördlich an das FFH-Gebiet „Sagas-Bank“ und erstrecken sich über insgesamt 17,5 Hektar.

Wirtschaftsminister Buchholz erinnerte daran, dass seit vergangenem Jahr auf dänischer Seite bereits am Tunnel gebaut werde. Er sei zuversichtlich, auch auf deutscher Seite noch in diesem Jahr den offiziellen Startschuss für die Bauarbeiten im Bereich der Riffflächen geben zu können.

Der rund 20 Kilometer lange Tunnel zwischen Puttgarden auf Fehmarn und dem dänischen Rødby kostet rund 7,2 Milliarden Euro und wird allein von Dänemark finanziert. Der Tunnel selbst ist ein sogenannter Absenktunnel und wird aus 79 Standard-Elementen von je 217 Metern Länge und 10 Spezialelementen von je 47 Metern Länge zusammengesetzt.

Die Biotope auf der Tunnelstrecke dürfen durch den  Bau geschädigt werden. Bild: Femern A/S

Die Biotope auf der Tunnelstrecke dürfen durch den Bau geschädigt werden. Bild: Femern A/S


Text-Nummer: 147100   Autor: WiMi   vom 07.09.2021 um 15.13 Uhr

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