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Grüne: Bruno Hönel
Grüne: Bruno Hönel

Soldaten auf dem Marsch von Travemünde nach Timmendorf

Lübeck - Travemünde: Ein ungewohnter Anblick für viele Spaziergänger: Am Wochenende waren dort vier Soldaten unterwegs. Kämpfen mussten sie aber nicht. Es sind Mitglieder der Reservistenkameradschaft 1 Lübeck. Bedingt durch die Pandemie absolvierten sie ihren 24 Kilometer "Bremer Marsch" in der Heimat.

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Vier Mitglieder der "RK1 Lübeck" nehmen vor dem Hintergrund der altehrwürdigen Passat Aufstellung, letzte Absprachen werden getroffen, die Marschroute für den diesjährigen Bremer Remote Marsch fixiert. Der Himmel leicht bewölkt bei 17 Grad - ideale Bedingungen für die 24 Kilometer lange Strecke entlang der malerischen Kulisse der Lübecker Bucht. "Oh Mama, guck mal - Soldaten", "Das verdient Respekt", "Haut rein, Jungs": Generationsübergreifende Bewunderung und Aufmunterung beflügelt die Kameraden sowohl am gut besuchten Wanderweg am Brodtener Ufer, als auch im pittoresken Fischereihafen in Niendorf/Ostsee.

"Wenn die Coronapandemie etwas Positives bewirkt hat, dann ist es diese fantastische Möglichkeit aus der Distanz an einem weit entfernten Marschwettbewerb teilzunehmen", schwärmt der Stabsgefreite d.R. Christian Freudenberger, während sich die kleine, aber hochmotivierte Marschgruppe dem Wendepunkt am Timmendorfer Strand nähert. Mithilfe einer Tracking App zeichnen die vier Reservisten ihre Route auf, zusätzlich müssen im Anschluss an den Marsch eine Reihe militärischer Aufgaben gelöst werden. "Da gibt es noch einige Nüsse zu knacken", sorgt sich Hauptfeldwebel d.R. Thomas Helmke – wie gut ist es wohl um die Kenntnisse von taktischen Zeichen und dem Bezugspunkteverfahren der Marschteilnehmer bestellt?

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Unerwartete Verstärkung bekommen die Männer der RK1 kurz vor der Timmendorfer Seebrücke: "Was macht ihr denn hier?" – kein Geringerer als der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr und jetzige Präsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, General a.D. Wolfgang Schneiderhan gesellt sich zu den überraschten und hocherfreuten Reservisten und lässt die Initiatoren des Marsches in Bremen herzlich grüßen. Die letzten Kilometer sind bekanntlich die schwersten: Erschöpft, aber glücklich erreichen die tapferen Marschierer das Lotsenfeld.

Und wie sieht es jetzt mit den zu lösenden Aufgaben aus? Druckvoll führt Hauptfeldwebel d.R. Thomas Helmke seine Männer durch den Aufgabenkanon und auch das etwas eingerostete Bezugspunkteverfahren ist wieder aufpoliert. Ob eine Teilnahme am Remotemarsch im nächsten Jahr gewünscht sei, wird im Meldeformular gefragt: Für die vier Marschierer eine rein rhetorische Frage – ganz bestimmt sogar!

Die Marschgruppe Lübeck freut sich – nicht nur für den Bremer Remotemarsch – um personelle Unterstützung zur Durchführung von Marschvorhaben aller Art. Interessierte Kameraden melden sich gerne bei Hauptfeldwebel d.R. Thomas Helmke, Vorsitzender RK1 Lübeck unter rk-luebeck1@gmx.de.

Ungewohntes Bild: Soldaten der Reserve nutzten für ihren Marsch das Brodtener Ufer. Fotos: Helmke/Walter

Ungewohntes Bild: Soldaten der Reserve nutzten für ihren Marsch das Brodtener Ufer. Fotos: Helmke/Walter


Text-Nummer: 147192   Autor: Walter   vom 12.09.2021 um 17.52 Uhr

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