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Steigende Mieten: Hohe Belastung für Lübecker Familien

Lübeck: Die Miete ist für viele Familien zu einer großen finanziellen Belastung geworden. Eine Analyse von immowelt zur Mietbelastung einer 4-köpfigen Familie bei Neuvermietung verdeutlicht das: In mehr als jeder zweiten deutschen Großstadt müssen Arbeitnehmer mit anerkanntem Berufsabschluss für eine familientaugliche Wohnung mindestens ein Viertel des Haushaltsnettoeinkommens für die Miete ausgeben. Am schwierigsten ist die Lage in München und Berlin. Auch zu Lübeck liegen Zahlen vor.

Für die Analyse wurde in 79 Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern die monatliche Belastung durch Miet- und Nebenkosten einer Wohnung mit 80 bis 120 Quadratmetern in Relation zum mittleren Haushaltsnettoeinkommen einer 4-köpfigen Familie (ein Voll- und ein Halbverdiener) berechnet. Als Grundlage dienen die von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Bruttoeinkommen, unterschieden nach Berufsabschlüssen (ohne, anerkannter, akademischer). Diese wurden in entsprechende Nettogehälter umgerechnet.

In 46 von 79 untersuchten Städten müssen der Analyse zufolge Familien, bei denen beide Eltern einen anerkannten Berufsabschluss haben, mehr als ein Viertel des Nettoeinkommens für die Neuanmietung einer Wohnung ausgeben. In 16 Städten liegt der Anteil sogar bei 30 Prozent und mehr. Am schwierigsten haben es Familien in Städten, in denen die Schere zwischen Mieten und Einkommen immer weiter aufgegangen ist.

In München beläuft sich die mittlere Angebotsmiete für eine 80 bis 120 Quadratmeter große Wohnung auf 1.750 Euro plus Nebenkosten. Familien ohne Berufsabschluss müssten dafür 55 Prozent ihres Verdienstes aufbringen. Auch bei Arbeitnehmern mit anerkanntem Berufsabschluss ist die Belastung mit 45 Prozent sehr hoch. Selbst Akademiker-Familien müssen ein Drittel ihres Nettoeinkommens für die Miete aufwenden, was allgemein bereits als beginnende Überbelastung gilt. In der Hansestadt Lübeck werden als Miete circa 850 Euro fällig. Familien ohne Berufsabschluss müssen dafür 34,7 Prozent ihres Einkommens abgeben, das ist mehr als ein Drittel. Aber auch bei anerkanntem Berufsabschluss sind es noch 28,1 Prozent. Lübecker Akademiker-Familien kommen hingegen auf 20,5 Prozent.

In Kiel beträgt eine vergleichbare Miete 800 Euro. Familien müssen dafür 31,6 Prozent (ohne Abschluss) beziehungsweise 26 Prozent (mit Berufsabschluss) oder 19,3 Prozent (Akademiker) ausgeben. Deutlich teurer ist abermals Hamburg: Die Miete liegt hier bei etwa 1.250 Euro, was für Familien ohne Abschluss etwa 45,1 Prozent ausmacht. Mit Abschluss sind es noch 36 Prozent und Akademikerfamilien müssen etwa 27,4 Prozent abgeben. Bezahlbaren Wohnraum finden Familien hingegen im Ruhrgebiet. Mit Berufsabschluss beträgt die Mietbelastung in Duisburg und Herne unter 20 Prozent. Selbst für Elternteile ohne Berufsabschluss sind die Mieten in den Großstädten des Ruhrgebiets noch so günstig, dass die Wohnkostenquote die 25-Prozent-Marke nicht übersteigt.

Eltern ohne Berufsabschluss müssen auch in Lübeck mehr als Drittel ihres Einkommens für die Miete aufwenden.

Eltern ohne Berufsabschluss müssen auch in Lübeck mehr als Drittel ihres Einkommens für die Miete aufwenden.


Text-Nummer: 147367   Autor: Immowelt/Red.   vom 21.09.2021 um 10.39 Uhr

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