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VfB spielt 2:2 gegen HSV II

Lübeck: Einen Punkt gab es für den VfB Lübeck am Mittwochabend in einem Spiel mit zwei völlig verschiedenen Halbzeiten gegen den Hamburger SV II. Die erste ging ganz klar an die Gäste, in der zweiten nahm der VfB den Kampf an und erarbeitete sich in einem teilweise hektischen Spiel ein 2:2 (0:1) und einen am Ende nicht unverdienten Punkt.

Der Lübecker Trainer Lukas Pfeiffer musste auf den verletzten Mattis Daube (Kreuzbandriss), den leicht angeschlagenen Robin Krolikowski (muskuläre Probleme) und den gesperrten Calvin Brackelmann verzichten. Dafür war Mateusz Ciapa nach seiner Verletzung zurück in der Startelf. Außerdem durften Aron Ingi Andreasson und Malek Fakhro beginnen. Vjekoslav Taritas saß dafür zunächst auf der Bank.

Die erste Halbzeit gehörte nahezu komplett den Hamburger Gästen, die spielerisch eine sehr starke Leistung zeigten – allerdings auch, weil der VfB kaum in die Zweikämpfe fand. Eine einzige klare Torchance stand für den VfB bis zur Pause zu Buche – das war ein Konter, nach dem Cemal Sezer aus 16 Metern rechts am Tor vorbei schoss (5.).

Ein Chancenplus lag auf Seiten der Gäste, die einen enormen Ballbesitzanteil verbuchten und in regelmäßigen Abständen auch torgefährlich wurden. So traf Robin Meißner schon in der vierten Minute nach einer Sommer-Flanke nur die Latte. Von der anderen Seite kam die Vorarbeit, als Bryan Hein flankte und Robin Velasco den Ball ziemlich freistehend aus sechs Metern links am Tor vorbei setzte (28.). Weitere Schüsse gaben Meißner (31.), Gentrit Limani (35.) und Velasco (39.) ab. Als Eric Gründemann im VfB-Tor eine gefährliche Rechtsflanke entschärft hatte, landete der Ball bei Velasco, der die Kugel aufs leere Tor hätte schießen können, wenn nicht Tommy Grupe in letzter Sekunde geblockt hätte (41.). Als der VfB schon hoffen durfte, mit einem glücklichen 0:0 in die Pause zu kommen, fiel doch noch die Hamburger Führung. Eine Flanke von Velasco von der linken Seite fand den Kopf des gut einlaufenden Faride Alidou, der zur Gäste-Führung einköpfte (44.).

In der Pause stellte VfB-Trainer Pfeiffer um und fand auch einige deutliche Worte. Aus einem 3-5-2-System, in dem Fynn Kleeschätzky die Deckung stabilisierte, fanden die Grün-Weißen nun in erster Linie besser in die Zweikämpfe und beendeten so die spielerische Dominanz der Gäste. Es hätte schon kurz nach der Pause einen Elfmeter für den VfB geben sollen, als Maxwell Gyamfi im Strafraum Sezer in die Hacken lief – doch Schiedsrichter Jost Steenken, dem die Partie in der zweiten Hälfte phasenweise zu entgleiten drohte, pfiff nicht (47.). Der Ausgleich fiel wenig später dennoch eher überraschend – und nicht zufällig aus einem ruhenden Ball. Sezers Freistoßflanke wehrte der HSV nicht entschlossen genug ab, der Ball fiel Kleeschätzky vor die Füße und der Verteidiger schoss humorlos zum 1:1 unter die Latte (54.). Nun war der VfB endgültig im Spiel angekommen.

Dass der VfB in Führung ging, war dennoch nur die Folge einer unglücklichen Aktion. Mirko Boland war gefoult worden, nachdem er den Ball schon abgespielt hatte – ohne dass diese Attacke geahndet wurde. Als die Hamburger den Ball anschließend ins Aus spielten, gab Grupe diesen mit einem langen Ball zurück. Einzig Boland, der zuvor am Boden gelegen hatte und entsprechend die Situation nicht gesehen hatte, spielte weiter, nahm den langen Ball auf und tunnelte HSV-Keeper Leo Oppermann. Es stand 2:1, aber natürlich waren Diskussionen die Folge. „Ich möchte jedes Spiel gewinnen, aber nicht so“, stellte VfB-Trainer Pfeiffer auch anschließend klar – und gemeinsam entschied man auf der VfB-Bank, dieses regelkonforme Tor, das aber nicht dem Geist des Spiels entsprach, ausgleichen zu lassen. Robin Meißner durfte vom Anstoßpunkt durchlaufen und ungehindert das 2:2 erzielen.

Der VfB blieb dennoch am Drücker, war nun giftiger in den Zweikämpfen und hatte durch Fakhro und Sezer auch eine Doppelchance (64.). Jan Lippegaus prüfte Oppermann mit einem Schuss aus gut 20 Metern, den dieser zur Ecke lenkte (75.). Kleeschätzky traf im Anschluss an diese Ecke den Ball nach Andreasson-Ablage nicht richtig (76.). In der Schlussphase waren allerdings die Hamburger auch wieder zurück im Spiel, das nun offen war. Gyamfi hatte Glück, dass er für ein Foul an Sezer nur Gelb sah, weil er noch nicht ganz letzter Mann war – zum Abschluss wäre der VfB-Stürmer aber wohl dennoch gekommen. Auf der Gegenseite verhinderte Gründemann mit einer starken Parade bei Limanis Schuss den möglichen Gegentreffer (90./+4).

Die beste Erkenntnis des Abends neben der stark verbesserten Leistung nach der Halbzeit war am Ende die Rückkehr von Morten Rüdiger, der nach über acht Monaten Pause wieder 20 Minuten spielte und gleich zeigte, dass er ein Gewinn sein kann. Dafür droht mit dem in der Pause ausgewechselten Jamie Shalom, der früh eine Verletzung im Gesicht erlitten hatte, der nächste längerfristige Ausfall.

Der VfB Lübeck erkämpfte sich ein 2:2 gegen die zweite Mannschaft des HSV.

Der VfB Lübeck erkämpfte sich ein 2:2 gegen die zweite Mannschaft des HSV.


Text-Nummer: 147416   Autor: VfB/red.   vom 22.09.2021 um 23.07 Uhr

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