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Gemeinnützige Lübeck

Stadtrundgang auf den Spuren der Euthanasie-Morde

Lübeck: Am Sonntag, den 26. September veranstaltet die Gedenkstätte Lübecker Märtyrer einen Stadtrundgang auf den Spuren der „Euthanasie“-Morde. Die Führung beginnt um 14 Uhr am Mahnmal „Vor den Augen aller“ am Lübecker Hauptbahnhof, Ausgang Richtung ZOB und dauert zwei Stunden.

Am 23. September 1941 wurden mehr als 600 Patientinnen und Patienten der Heil- und Pflegeanstalt Strecknitz nach Hessen in sogenannte „Durchgangsanstalten“ verlegt. Dort starben fast alle von ihnen durch Giftinjektionen, Hunger oder Krankheit. Anlässlich des 80. Jahrestages dieser Ereignisse findet in den kommenden Wochen die Veranstaltungsreihe plötzlich weg statt. Am 23. September wurde die Ausstellung zum Projekt im Zentralklinikum des UKSH Lübeck eröffnet, sie steht Interessierten noch bis zum 30. Oktober offen.

Unter Führung des Historikers Christian Rathmer werden Stolpersteine aufgesucht und anhand von konkreten Biografien wird das Schicksal der „Euthanasie"-Opfer nachgezeichnet. Daneben werden Orte der bürokratischen Abwicklung, aber auch Orte des Widerstandes gegen dieses Tötungsprogramm aufgesucht. Die Teilnahme ist kostenlos, Spenden für das Projekt plötzlich weg werden gerne angenommen.

Aktuelle Informationen und das Gesamtprogramm sind auch auf der Aktionsinternetseite ploetzlich-weg.de zu finden.

Der Rundgang erinnert an die über 600 Patienten, die am 23. September aus Lübeck wurden. Foto: Veranstalter

Der Rundgang erinnert an die über 600 Patienten, die am 23. September aus Lübeck wurden. Foto: Veranstalter


Text-Nummer: 147453   Autor: Veranstalter/red.   vom 24.09.2021 um 13.56 Uhr

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