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U19 des MTV Lübeck mit deutlicher Niederlage

Lübeck: Mit einer deutlichen 29:35 (16:19) Niederlage im zweiten Heimspiel der Jugendhandballbundesliga erlebte die U19 des MTV Lübeck am Samstagnachmittag in der Hansehalle die erste realistische Einordnung in die Kräfteverhältnisse der Liga. MTV-Coach Mirko Spiekermann äußerte sich dennoch zufrieden: "Grundsätzlich ist die Angriffsleistung mit 29 Toren so weit in Ordnung."

Der VfL Horneburg stand fast durchweg mit dem älteren Jahrgang auf der Platte, bei dem die meisten Spieler schon aus dem letzten Jahr Bundesligaerfahrung mitgebracht haben. "Insofern sehe ich uns weiter auf der Ziellinie in der Vorbereitung auf das nächste Jahr", blickt Spieckermann weiter voraus, da sein Kader bis auf 3 Ausnahmen mit 2004er Jahrgängen oder jünger besetzt ist.

Mit Blick auf die Realität von heute wurde von Spielbeginn an deutlich, dass die Lübecker Abwehr, die am letzten Spieltag noch mit hoher Beweglichkeit und fairer Aggressivität geglänzt hatte, gegen den wurfgewaltigen Rückraum, insbesondere Trainersohn Ole Hagedorn, über weite Strecke überfordert sein würde. Zwar erwischten die Gastgeber den etwas besseren Start und konnten 2:1 (3. Min) per 7 m-Treffer durch Luis Ciudad Benitez in Führung gehen, aber schon in dieser frühen Phase traf Hagedorn allein fünfmal hintereinander für die Gäste und stellte auf 3:5 (7.). Lübeck konnte noch bis Mitte der ersten Halbzeit gegenhalten und kam in der 14. Minute mit dem 8:8 zum letztmaligen Ausgleich durch den agilen Raul Rodrigues.

Selbst das erste Teamtimeout, die anschließende kurze Deckung gegen Ole Hagedorn konnten nicht verhindern, dass die Horneburger über 10:14 (21. Minute) auf 13:18 (28.) Tor um Tor davon zogen. Kurz vor der Halbzeitpause keimte bei den wieder rund 400 stimmungsvoll aufgelegten Zuschauern etwas Hoffnung auf, als Vincent Gottstein zweimal (28. und 29.)und Adrian Heuer (30) auf 16:19 verkürzten.

Kaum aus der Kabine entfachten die Gäste aus Niedersachsen ein noch flexibleres Angriffsspiel und zogen vorentscheidend +7 weg (18:25, 37 Min). In einem nun etwas zerfahrenen Spiel gelang es den Lübeckern nicht mehr den Funken des lautstarken, jugendlich geprägten Publikums überspringen zu lassen. Auch Torhüter Bjarne Gronek, dessen Einsatz vor dem Spiel noch fraglich war, konnte mit der ein oder anderen Parade keine Impulse mehr für eine Wende setzen.

Der letzte Versuch von der Bank (drittes Teamtimeout 56.) beim Stand von 26:32 auf eine komplett offensive Deckung ab Mittellinie umzustellen blieb wirkungslos. Daniel Baasch (mit 7 Toren erfolgreichster Schütze seiner Mannschaft) traf für Lübeck mit 3 schnellen Toren (2 Euro30.), aber es war erneut Ole Hagedorn, der sich auch in dieser Phase nicht von seinen Treffen 15 und 16 (.) (30.) abhalten ließ.

Am Ende war es ein leistungsgerechtes Ergebnis, mit dem beide Mannschaften in der Tabelle der Vorrundenstaffel 1 näher zusammenrücken (MTV Lübeck 3. Platz 3:3 Punkte; VfL Horneburg: 4. Platz 2:4 Punkte). Angesichts der noch ausstehenden Aufgaben werden die Realisten eher mit einem anstehenden Plätzetausch rechnen müssen, da Horneburg bereits gegen die beiden Topfavoriten der Staffelgespielt hat. Das steht nun den Spieckermann-Jungs bevor:


1.10. MTV in Flensburg gegen SG Flensburg-Handewitt (1. Platz 4:0 Punkte)

10.10. MTV in Lübeck gegen GWD Minden (2. Platz: 4:2 Punkte)

Der MTV Lübeck spielte mit:

Tor: Lovis Meinert (1.-9.; 56.-60.),Bjarne Gronek (9.-56.)

Rückraum: Raul Rodrigues (6 Tore), Tjorben Patzke, Daniel Baasch (7 Tore, 1 Zeitstrafe), Reinhard Canzler (3), Elias Moussa, Vincent Gottstein (3,2), Adrian Heuer (3), David Rudi

Außen: Linus Eggerichs (1), Luis Ciudad Benitez (5/2,1), Linus Tegen

Kreis: Elias Ciudad Benitez (1)

Das Horneburger Ausnahmetalent Ole Hagedorn (Nr. 10) war für die Lübecker Abwehr um Elias Ciudad Benitez (Nr.21) mehrfach eine Stufe zu hoch. Foto: Lina Mecker

Das Horneburger Ausnahmetalent Ole Hagedorn (Nr. 10) war für die Lübecker Abwehr um Elias Ciudad Benitez (Nr.21) mehrfach eine Stufe zu hoch. Foto: Lina Mecker


Text-Nummer: 147488   Autor: Till Gottstein   vom 27.09.2021 um 10.42 Uhr

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