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Impfzentrum nach neun Monaten geschlossen - 127.000 Impfungen

Lübeck: Anlässlich der Schließung des Lübecker Impfzentrums am Sonntagabend in der Musik- und Kongresshalle dankten Bürgermeister Jan Lindenau und Senator Sven Schindler allen Beteiligten für ihren Einsatz. Gleichzeitig wurde eine positive Bilanz gezogen. In Zukunft soll es temporäre Impfangebote in Nachbarschaftsbüros und Jugendzentren geben.

Seit 4. Januar 2021 waren unter anderem 55 Bundeswehrsoldaten, 70 Mitarbeiter der Johanniter, 60 Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes und 300 Ärzte unter der organisatorischen Leitung der Feuerwehr Lübeck im Einsatz. Insgesamt wurden rund 127.000 Erst-, Zweit- und Drittimpfungen im Lübecker Impfzentrum durchgeführt und an das RKI gemeldet.

„Ich danke allen Beteiligten für die engagierte Umsetzung einer bisher beispiellosen Impfaktion. Sie alle haben Großartiges geleistet. Die professionelle Arbeit hat auch gezeigt, dass alle beteiligten Institutionen und Ämter gut zusammenarbeiten und auch besondere Herausforderungen gemeinsam gut bewältigen können. Ich habe großen Respekt vor Ihrer Leistung, mit der Sie unserer Gesellschaft einen besonderen Dienst erwiesen haben, der größte Anerkennung verdient“, sagte Bürgermeister Jan Lindenau anlässlich der Schließung des Impfzentrums.

„Jeder Einzelne der hier im Impfzentrum Tätigen hat einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass deutlich weniger Menschen erkranken oder gar an Covid-19 versterben als noch vor neun Monaten“, so Senator Sven Schindler. „Darüber hinaus freue ich mich, dass wir inzwischen alle durch die Impfungen wieder mehr miteinander machen können. Dafür bin ich den Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen des Impfzentrums enorm dankbar!“

„Die organisatorische Betreuung des Impfzentrums hat uns vor so manche Herausforderung gestellt - anfangs der fehlende Impfstoff, die sich immer wieder ändernden Rahmenbedingungen durch die unterschiedlichen Impfstoffe bis hin zu den sich ändernden Öffnungszeiten und teilweise nicht einzuschätzender Nachfrage an Impfungen“, resümiert Nils Lüdemann, organisatorischer Leiter des Impfzentrums der Feuerwehr Lübeck. „Doch es war stets positiver Stress, denn das Lächeln auf den Gesichtern der Impfwilligen hat uns immer in unserer Arbeit bestätigt. Daher danke ich allen Bürgerinnen und Bürgern, die uns so viel Wertschätzung entgegengebracht haben und natürlich allen Mitwirkenden, ohne die wir dies nicht hätten umsetzen können, für die vertrauensvolle und kooperative Zusammenarbeit.“

„Das Ergebnis von rund 127.000 Impfungen zeigt, zu was eine Gesellschaft in der Lage ist, wenn verschiedene Akteure zusammenarbeiten, um gemeinsam ein so bedeutendes Ziel zu erreichen“, führt Dr. Ralf Staiger, ärztlicher Leiter des Impfzentrums, aus. „Wir empfinden Demut und Dankbarkeit in Anbetracht dieser enormen Herausforderung und sind froh, einen Beitrag für die Lübeckerinnen und Lübecker erbracht zu haben. Die Arbeit war spannend, vielfältig, anstrengend aber auch sehr schön in einem solch tollen Team. Vielen Dank an alle!“

"Gefreut haben wir uns vor allem über die positiven Rückmeldungen und das Lob aus der Bevölkerung. Wir danken allen für die Wertschätzung, die uns hier entgegengebracht wurde", zieht Major Gregorij Freiherr von Wittgestein, Kompaniechef der 1. Kompanie Eutin Bilanz.

Weitere Corona-Schutzimpfungen

Corona-Schutzimpfungen werden künftig von den niedergelassenen Vertrags- und Privatärzten sowie Betriebsärzten und Krankenhäusern angeboten. Wer seine Erstimpfung in einem der Impfzentren erhalten hat, sollte sich anlässlich der notwendigen Zweitimpfung mit BioNTech/Pfizer, Moderna oder AstraZeneca mit seinem Hausarzt in Verbindung setzen.

Temporäre Impfstellen

Künftig werden ab Oktober 2021 an verschiedenen Standorten in Schleswig-Holstein temporäre Impfstellen zur Durchführung von Auffrischungsimpfungen eingerichtet. Informationen zu den Standorten sind unter www.impfen-sh.de abrufbar.

In der Hansestadt Lübeck werden voraussichtlich ab Mitte Oktober 2021, Corona-Schutzimpfungen im Lübecker Gesundheitsamt, in den Nachbarschaftsbüros Hudekamp und Eichholz sowie im Jugendzentrum Moisling für die Durchführung von Auffrischungsimpfungen angeboten.

Impfbestätigungen

Verlorene Impfbestätigungen von Lübecker Bürgern können über die KV Schleswig-Holstein erneut angefordert werden. Das Gesundheitsamt hat keinen Zugriff auf die Daten der im Impfzentrum geimpften Personen und kann daher nur an die KV Schleswig-Holstein verweisen.

Alle Nicht-Lübecker, die im Lübecker Impfzentrum geimpft wurden, aber keine Lübecker Meldeanschrift haben, wenden sich bitte an das Gesundheitsamt, das aufgrund ihrer Meldeadresse zuständig ist.

Fundsachen

Gegenstände, die im Lübecker Impfzentrum gefunden und vermeintlich dort von Impfwilligen vergessen wurden, können im Lübecker Fundbüro, Königstraße 49 – 57, 23552 Lübeck, von den Eigentümern abgeholt werden.

Senator Sven Schindler und Bürgermeister Jan Lindenau bedankten sich bei den Beteiligten. Foto: Hansestadt Lübeck

Senator Sven Schindler und Bürgermeister Jan Lindenau bedankten sich bei den Beteiligten. Foto: Hansestadt Lübeck


Text-Nummer: 147514   Autor: Presseamt Lübeck/red.   vom 27.09.2021 um 15.30 Uhr

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