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Grüne: Karstadt-Kauf ist notwendig und visionär

Lübeck: Die Lübecker Grünen haben die Entscheidung der Bürgerschaft begrüßt, ein leerstehendes Karstadt-Haus im Zentrum der Altstadtinsel zu erwerben. Als andere Fraktionen der Bürgerschaft einen solchen Schritt noch als illusorisch bezeichneten, hatte die Bürgerschaftsfraktion der Grünen diese Option bereits mit Bürgermeister Jan Lindenau diskutiert. Den nun beschlossenen Ankauf des Gebäudes sehen die Grünen zugleich als notwendigen und visionären Schritt.

André Kleyer, Fraktionsvorsitzender der Grünen Bürgerschaftsfraktion, erläutert die Bedeutung des Ankaufs für die Schulentwicklung:

(")Ich begrüße die Idee eines Mixed-Used-Konzepts mit schulischen und gewerblichen Elementen außerordentlich. Dieses Projekt ist in Deutschland einmalig und wird zum einen die Belebung der Innenstadt fördern und zum anderen einen wichtigen Zuwachs an Räumen für die Lübecker Innenstadtschulen bedeuten. Durch G9 sind in den nächsten Jahren Raumbedarfe vorhanden, die ohne ein derart ambitioniertes Projekt nicht abdeckbar sind. Der Bedarf ist schon jetzt größer als es die Gebäude der Innenstadt hergeben und wird sich in Zukunft noch steigern. Das ehemalige Karstadthaus ist für ein solches Projekt prädestiniert. Es liegt zentral und wird dutzende Räume für die Schulen schaffen, Räume die mit einem gut gedachten Konzept völlig neue Möglichkeiten bieten. Der vorgelegte Zwischenbericht zeigt in einigen Fällen schon, was möglich ist und davon erwarte ich in dem endgültigen Konzept einiges mehr. Schule muss bei diesem Projekt bis zum Schluss im absoluten Vordergrund stehen und darf in dem Mixed Used Konzept nicht zweitrangig behandelt werden. Es muss ein Schulkonzept entstehen, in dem gewerbliche und weitere Nutzungsarten mitgedacht werden und auf keinen Fall anders herum.(")

Die Grüne Fraktion möchte mit interessierten Bürger und den beteiligten Akteuren über die Zukunft des ehemaligen Karstadt-Gebäudes in der Königstraße ins Gespräch kommen und wird dazu eine öffentliche Sitzung veranstalten, zu der separat eingeladen werden wird.

Thorsten Fürter, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion, sieht im Ankauf die Hoffnung auf einen Paradigmenwechsel bei der Flächenpolitik der Stadt:

(")Der Kauf des Karstadt-Gebäudes sollte eine Abkehr von der neoliberalen Flächenpolitik in Lübeck einläuten. Wir geben im Moment die stolze Summe von über sieben Millionen Euro im Jahr für die Anmietung von Gebäuden aus. Gerade in den letzten Jahren wurden viele neue Mietverträge abgeschlossen, damit die städtische Verwaltung in privaten Gebäuden ihre Zelte aufschlägt. Die Anmietung der ehemaligen "Königpassage" ist dafür das prominenteste Beispiel, aber beileibe nicht das einzige. Durch die Mietaufwendungen gehen dem Haushalt jedes Jahr Mittel verloren geht, die stattdessen für Investitionen in den eigenen Gebäudebestand eingesetzt werden könnten. Noch immer trennt sich die Stadt auf der anderen Seite jedes Jahr von weiteren Grundstücken. Wir wollen, dass der Ankauf des Karstadt-Gebäudes eine Trendwende einleitet. Kommunales Flächen- und Gebäudeeigentum wird immer wichtiger. Eine Privatisierung von Flächen führt dagegen zur Verschiebung von Lasten in die kommende Generation. Darin sehen wir keine nachhaltige Finanzpolitik.(")

André Kleyer, Fraktionsvorsitzender der Grünen Bürgerschaftsfraktion, begrüßt den Ankauf des Gebäudes.

André Kleyer, Fraktionsvorsitzender der Grünen Bürgerschaftsfraktion, begrüßt den Ankauf des Gebäudes.


Text-Nummer: 147679   Autor: Grüne Fraktion/Red.   vom 06.10.2021 um 11.48 Uhr

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