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Gemeinnützige Lübeck

Programm zu 50 Jahre Nobelpreisträger Willy Brandt

Lübeck: Archiv - 21.10.2021, 09.13 Uhr: Am 20. Oktober vor 50 Jahren gab das Osloer Nobelpreis-Komitee den Preisträger des Jahres 1971 bekannt: Bundeskanzler Willy Brandt. Am 10. Dezember 1971 fand die feierliche Verleihung des Friedensnobelpreises in der norwegischen Hauptstadt statt. Die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung erinnert ab dem 20. Oktober 2021 mit einem umfassenden Jubiläumsprogramm an dieses besondere historische Datum.

Knapp 25 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Sozialdemokrat "für seine Versöhnungspolitik zwischen alten Feindländern" geehrt, wie es in der Begründung des Komitees hieß. Mit der Neuen Ostpolitik habe er "im Geiste des guten Willens einen hervorragenden Einsatz geleistet, um Voraussetzungen für den Frieden in Europa zu schaffen."

Zu den Veranstaltungen gehören die Eröffnung der internationalen Wanderausstellung "Willy Brandt 1913-1992. A Life for Freedom, Peace and Reconciliation between Nations" in Oslo und die Willy-Brandt-Rede 2021 "Peace Today" mit Berit Reiss-Andersen, der Vorsitzenden des Osloer Nobelpreis-Komitees. In Lübeck und Berlin finden zudem ein internationales Symposium und Diskussionsveranstaltungen statt, die im Livestream übertragen werden. Zahlreiche Angebote auf den Social-Media-Kanälen der Stiftung runden das Programm ab.

Willy Brandt war nach Gustav Stresemann (1926), Ludwig Quidde (1927) und Carl von Ossietzky (1935) der vierte und bis heute letzte Deutsche, der mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. Im Rückblick auf sein politisches Leben schreibt er 1989 in seinen "Erinnerungen": "Mitgetan zu haben, daß der deutsche Name, der Begriff des Friedens und die Aussicht auf europäische Freiheit zusammengedacht werden, ist die eigentliche Genugtuung meines Lebens." ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­

Auszüge aus dem Jubiläumsprogramm:

Lübeck und Livestream
Internationales wissenschaftliches Symposium: Frieden stiften? Nobelpreisträger der 1970er Jahre | 9. Dezember 2021, 13 –18.30 Uhr
In den 1970er Jahren wurden so unterschiedliche Persönlichkeiten wie Willy Brandt, Henry Kissinger oder Mairead Corrigan mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Wie wurden die Entscheidungen des Osloer Komitees damals in Politik und Gesellschaft aufgenommen? Welche Vorstellungen von Frieden und Konfliktregulierung waren damit verbunden?

Mit Frank Bösch (Potsdam), Jan Eckel (Tübingen), Bernd Greiner (Lübeck), Corinna Hauswedell (Bonn/Dublin), Dan Meridor (Tel Aviv), Irina Scherbakowa (Moskau) und Benedikt Schönborn (Wien).

Lübeck und Livestream
Podiumsdiskussion: Unersetzlich, aber bald irrelevant? Der Friedensnobelpreis heute | 9. Dezember 2021, 19.30–21 Uhr
Welche Relevanz wird dem Friedensnobelpreis heute beigemessen, und wie steht es um seine universelle Akzeptanz? Welche Erwartungen, aber auch Enttäuschungen werden aktuell mit der Auszeichnung verbunden? Darüber diskutieren Rolf Mützenich (angefragt), Elisabeth Röhrlich (Wien) und Ursula Schröder (Hamburg).

Das vollständige Jubiläumsprogramm, Pressematerial sowie Livestreams, Videos und Podcasts unter www.willy-brandt.de.

Bei den Veranstaltungen steht dabei immer die Frage nach der heutigen Relevanz des Politik- und Friedensverständnisses von Willy Brandt. Symbolbild: Archiv.

Bei den Veranstaltungen steht dabei immer die Frage nach der heutigen Relevanz des Politik- und Friedensverständnisses von Willy Brandt. Symbolbild: Archiv.


Text-Nummer: 147932   Autor: WBH L./Red.   vom 21.10.2021 um 09.13 Uhr

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