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Skulpturen aus Sand zum Anfassen

Lübeck - Travemünde: Archiv - 01.11.2021, 12.36 Uhr: Eigentlich sollen Besucher der Sandskulpturen-Ausstellung in Travemünde Abstand von der empfindlichen Kunst halten. Doch am Wochenende durfte angefasst werden. Als letzte Gäste in diesem Jahr waren Blinde und Sehbehinderte eingeladen, die Werke aus Sand zu ertasten.

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In wochenlanger Arbeit haben 25 renommierte Künstler aus der ganzen Welt Sandskulpturen zum Thema „Flora und Fauna“ aus 10.000 Kubikmeter Spezialsand erschaffen. In einer Schau waren mehr als 60 Bildwerke in vielen faszinierenden Szenen zu sehen. Sie führte über Kontinente, zeigten vom Elefanten über das Nashorn, dem Büffel und Löwen viele andere Tiere bis hin zu Affen und zauberhaften Fabelwesen.

90.000 Zuschauer haben sich von dieser wunderbaren Welt faszinieren lassen. Ein letztes Mal waren die Kunstwerke am Sonntag, dem letzten Tag im Oktober für das Publikum zugänglich. Ganz angespannt vor Freude waren besondere Gäste, die Oliver Hartmann als Veranstaltungsleiter eingeladen hatte.

Für Blinde und Sehbehinderte ein ganz besonderer und aufregender Tag. Es gab eine kurze Info über das Entstehen der Ausstellung. Begrenzungsseile, welche normalerweise die Aufgabe hatten, die Werke vor dem Betreten durch die Besucher zu schützen, wurden kurzer Hand abgesenkt und gaben den Weg frei für die Blinden, Sehbehinderten und deren Begleiter und Betreuer.

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Jetzt war eine Welt offen, sich die Kunstwerke mit ihren Händen und nach den Erklärungen ihrer Begleitpersonen zu ertasten und auf ihre Art und Weise „sehen“ zu können. Da gab es manche Überraschung. So bei den Affen. Da waren die Augen weit „auseinander“ oder kaum fassbar „welch kleine Ohren“ diese hätten.

Die Sandskulpturen-Ausstellung soll auch im nächsten Jahr im Sommer wieder in den Hallen am Fischereihafen stattfinden. In der übrigen Zeit des Jahres dienen die Hallen als Winterlager für Sportboote, aber leider für Beide ein letztes Mal. Denn die Hallen sollen an dieser Stelle einem großen Bauprojekt weichen, das für die Schaffung von Ferienappartements vorgesehen ist.

Ausstellungsleiter Oliver Hartmann ist daher auf der Suche nach einer neuen Unterkunft für die künstlerischen Arbeiten, die für die Folgejahre beabsichtig wären. Jedem Hinweis für eine neue Bleibe würde mit großer Dankbarkeit angenommen: moin@sandskulpturen-travemuende.de

Zum Abschluss der Ausstellung hatten Blinde und Sehbehindert die Chance, die Figuren aus Sand zu ertasten. Fotos: Karl Erhard Vögele

Zum Abschluss der Ausstellung hatten Blinde und Sehbehindert die Chance, die Figuren aus Sand zu ertasten. Fotos: Karl Erhard Vögele


Text-Nummer: 148154   Autor: KEV   vom 01.11.2021 um 12.36 Uhr

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