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Ausbildung: 1,53 Stellen pro Bewerber in Lübeck

Lübeck: Archiv - 01.11.2021, 17.25 Uhr: Die Bundesagentur für Arbeit gab am Montag einen Überblick über den Ausbildungsmarkt. Das Ausbildungsangebot blieb in Lübeck nahezu unverändert. Es wurden 1.901 Ausbildungsstellen zur Besetzung angeboten, 8 oder 0,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Die Verunsicherung war bei jungen Menschen groß. Ihnen fehlten die gewohnten Zugangswege zum Beispiel über die Schule und konnten durch digitale Angebote nicht vollständig ersetzt werden. Es haben 1.245 Bewerber die Berufsberatung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz eingeschaltet, 244 oder 16,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Rein rechnerisch standen jedem Jugendlichen 1,53 Ausbildungsstellen zur Verfügung (Vorjahr 1,28). Am Ende des Beratungsjahres waren noch 202 Bewerber auf der Suche und 304 Stellen nicht besetzt.

„Die Berufsorientierung fiel Jugendlichen schwer und führte zu einem weiteren Rückgang der Bewerberzahlen. Praktika, Messen und Veranstaltungen mit direktem Kontakt zu Unternehmen konnten nicht wie üblich stattfinden. Auch die gewohnten Wege zur Berufsberatung zum Beispiel über die Schulen waren eingeschränkt und konnten durch digitale Angebote nicht vollständig ersetzt werden. Ein Teil der jungen Menschen sah aufgrund der aktuellen Situation nur geringe individuelle Chancen und hat sich eher für Alternativen wie zum Beispiel weiterführenden Schulbesuch oder Studium entschieden. Deshalb ist auch der Anteil jüngerer Bewerbender und Schulabgehender aus dem aktuellen Berichtsjahr zurückgegangen sowie der Anteil Älterer gestiegen“, erläutert Markus Dusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lübeck.

„Obwohl das aktuelle Ausbildungsjahr schon längst gestartet ist, können Jugendliche auch jetzt noch mit einer Ausbildung beginnen. Junge Menschen, die flexibel und offen für Alternativen sind, haben bis Jahresende noch gute Chancen auf einen Ausbildungsvertrag. Den Stoff müssen die Auszubildenden für die verpassten Monate zwar nachholen, aber das lohnt sich, denn eine fundierte Ausbildung ist ein wichtiger Grundstein für die berufliche Zukunft“, ermutigt Dusch.

„Auch Schulabgängerinnen und Schulabgänger 2022 sollten jetzt schon starten. Viele Jugendliche gehen davon aus, dass es ausreicht, wenn sie sich mit dem Halbjahreszeugnis bewerben, doch in einigen Ausbildungsberufen und dualen Studiengängen wird es längst Zeit, aktiv zu werden. Uns liegen bereits über 1.700 Ausbildungsstellen vor. Die Berufsberatung unterstützt gerne bei der Berufswahl oder der Suche nach Alternativen“, bietet der Agenturleiter an.

Gespräche mit der Berufsberatung können Jugendliche telefonisch unter der regionalen Rufnummer 0451/588-501 oder per E-Mail luebeck.berufsberatung@arbeitsagentur.de vereinbaren.

Die Agentur für Arbeit Lübeck gab am Montag einen Überblick über die Lage am Ausbildungsmarkt.

Die Agentur für Arbeit Lübeck gab am Montag einen Überblick über die Lage am Ausbildungsmarkt.


Text-Nummer: 148163   Autor: Agentur für Arbeit/red.   vom 01.11.2021 um 17.25 Uhr

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