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VfB Lübeck unterliegt Weiche Flensburg mit 0:2

Lübeck: Viel unglücklicher als am Freitagabend lässt sich ein Spiel nicht verlieren. Der VfB Lübeck war im Heimspiel gegen den neuen Spitzenreiter SC Weiche Flensburg 08 eindeutig die bessere Mannschaft, erspielte sich eine Vielzahl guter Chancen, darunter drei Aluminiumtreffer, und ging am Ende doch als Verlierer vom Platz.

Die Flensburger nutzten zwei glückliche Momente durch einen Elfmeter und einen Konter zu einem unverdienten 2:0 (1:0)-Sieg. Das erkannten auch die Flensburger so an, die einhellig feststellten, dass seit langem kein Gegner mehr so viele Torchancen gegen die normalerweise sattelfeste Weiche-Abwehr herausgespielt hatte.

Mit der gleichen Elf, die in der Vorwoche 3:0 in Altona gewonnen hatte, schaffte es der VfB, den Schwung des Sieges mitzunehmen. Die Grün-Weißen hatten von Beginn an mehr Spielanteile, setzten den Gegner früh unter Druck und erspielten sich Möglichkeiten. Weiche hatte vor der Pause nur einen nennenswerten Torabschluss durch Noel Kurzbach, der aus spitzem Winkel an Eric Gründemann scheiterte (10.). Der VfB hatte seine erste Möglichkeit bereits zuvor, als der herausstürzende Keeper Raphael Straub gerade noch vor Malek Fakhro klärte (4.). In der Folge hatte der VfB eine Vielzahl guter Abschlüsse: Fakhro versuchte es im Liegen, wurde aber gerade noch abgeblockt (12.). Jan Lippegaus schoss aus 25 Metern knapp drüber (13.). Nathaniel Amamoos Freistoß parierte Straub mit der Faust, den Nachschuss setzte Mateusz Ciapa vorbei (14.).

Nach einer kurzen Verschnaufpause ging das Chancenfeuerwerk weiter: Als sich Morten Rüdiger auf dem rechten Flügel stark durchgesetzt hatte, rutschte Fakhro beim Drehschuss weg, sodass der Ball noch zur Ecke abgelenkt wurde (28.). Nach einer Boland-Flanke traf Vjekoslav Taritas per Kopfballbogenlampe nur die Latte (30.). Erneut Fakhro wurde von Taritas freigespielt, aber der Schuss zur Ecke gelenkt (38.). Nach einer Ecke von Amamoo kam Tommy Grupe gut zum Kopfball, den Straub parierte (39.) Und der Keeper war auch zur Stelle und hielt, als nach einem schulbuchmäßigen Konter über Mirko Boland, Fakhro und Taritas im Eins-gegen-Eins-Duell Rüdiger frei vor ihm auftauchte (42.).

Doch zur Pause lag der VfB nicht etwa mit zwei bis drei Toren vorn, sondern sogar hinten. Einen ungeschickten Rempler von Robin Kölle gegen Kurzbach bewertete der bis dahin sehr großzügige Schiedsrichter Felix Bahr auf einmal kleinlich als Foulspiel. Den folgenden Elfmeter nutzte Christopher Kramer zum 0:1 (45./+1).

Nach der Pause hielt der VfB-Druck an. Mit einem abgefälschten Schuss aus halbrechter Position traf Taritas nur die Latte, den Nachschuss von Ciapa lenkte ein Verteidiger zur Ecke (56.). Zwei Minuten später schepperte das Aluminium zum dritten Mal, als Weiche-Kapitän Torge Paetow eine scharfe Hereingabe von Taritas an den eigenen Pfosten lenkte. Der eingewechselte Samuel Abifade setzte einen Schuss aus 25 Metern ganz knapp über das Tor (67.). Der ebenfalls eingewechselte Cemal Sezer zwang erst Straub zu einer Parade (72.) und setzte dann einen Schuss aus halblinker Position noch abgefälscht ans Außennetz (73.). Abifade hatte noch zwei Möglichkeiten – einmal schoss er knapp vorbei (75.), einmal lenkte Straub seinen Schuss zur Ecke (85.).

Zu diesem Zeitpunkt war die Vorentscheidung aber schon gefallen. Dominic Hartmann hatte nach einem Konter Gründemann umspielt und die Ruhe behalten, den Ball auch an zwei Verteidigern auf der Linie vorbei zum 0:2 ins Netz zu schieben (79.). Als ob das nicht genug Strafe gewesen wäre, ahndete Schiedsrichter Bahr eine Aktion von Boland mit dem Schlusspfiff auch noch mit der Roten Karte. Er hatte einen Einwurf, den es gegeben hätte, einem Flensburger Spieler an den Rücken geworfen. So stand am Ende trotz der besten Saisonleistung, die nicht wenige Beobachter dem VfB angesichts der Qualitäten des Gegners attestierten, eine frustrierende 0:2-Niederlage. Mut machen sollte aber neben der Leistung auch die Reaktion des Publikums, das die Mannschaft mit Ovationen verabschiedete und angesichts der guten VfB-Vorstellung wusste: In dieser Form werden die Grün-Weißen die Punkte zum Erreichen des fünften Platzes sicher noch holen.

Trotz vieler Chancen unterlag der VfB Lübeck am Freitagabend gegen Flensburg.

Trotz vieler Chancen unterlag der VfB Lübeck am Freitagabend gegen Flensburg.


Text-Nummer: 148260   Autor: VfB   vom 06.11.2021 um 09.15 Uhr

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