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Zu viele Ferienwohnungen: Grüne begrüßen Konzept

Lübeck - Travemünde: Das von der Stadt vorgelegte Konzept zur Steuerung von Ferien- und Zweitwohnungen in Travemünde wird von Dr. Axel Flasbarth, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Bürgerschaftsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, und Arne-Matz Ramcke, baupolitischer Sprecher, begrüßt. Es sei ein guter Beitrag zu einer sinnvollen Steuerung und differenzierten Regulierung und werde den ausufernden Wildwuchs dort beenden, so die Grünen, die die "wohnliche Qualität Travemündes" bewahren wollen.

Dr. Axel Flasbarth hierzu:

(")"Das jetzt von der Verwaltung vorgelegte und von uns und den Unabhängigen gemeinsam beantragte Konzept wird einen hervorragenden Beitrag zu einer sinnvollen Steuerung und differenzierten Regulierung von Ferien- und Zweitwohnungen in Travemünde leisten und den ausufernden Wildwuchs dort beenden. In Zukunft sollen neue Ferienwohnungen nur noch in den touristischen Kerngebieten Travemündes entlang der Ostsee und Trave möglich sein, wie etwa in der Kaiserallee, Vorderreihe und in der Beach Bay-Gegend. In den Travemünder Wohngebieten sollen Umwandlungen und Neubau von Ferienwohnungen hingegen nicht mehr genehmigt werden. Der Wohnraum wird so für die einheimische Bevölkerung vorbehalten und der Wohn- und Ortscharakter Travemündes bewahrt. Wir begrüßen ebenso, dass in Zukunft in ganz Travemünde weder Umwandlung noch Neubau von Zweitwohnungen möglich sein werden. Dies ist sinnvoll, weil Zweitwohnungen im Vergleich zu Ferienwohnungen in der Regel noch länger leer stehen und dadurch geringere Kaufkrafteffekte für den Ort haben. Sie leisten weder wirtschaftlich noch städtebaulich einen wünschenswerten Beitrag. Auch der Vorschlag der Verwaltung für den Umgang mit den bereits bestehenden Ferienwohnungen ist angemessen, differenziert und sinnvoll. Während genehmigte und genehmigungsfähige Ferienwohnungen Bestandsschutz bekommen sollen, wird es für bisher nicht genehmigungsfähige Ferienwohnungen keinen Bestandsschutz geben. Dies ist zum Beispiel in der Wochenendhaussiedlung auf dem Priwall der Fall oder da in den jeweiligen Bebauungsplänen explizit keine Ferienwohnungen zulässig sind. Während durch diese Regelung gesetzeskonforme Investitionen geschützt werden, ist es überfällig, dass Gesetzeskonformität auch gegenüber den nicht genehmigungsfähigen Ferienwohnungen hergestellt wird, um deren unerwünschte Nebenwirkungen zu unterbinden und Vertrauen in den Rechtsstaat zu bewahren.(")

Arne-Matz Ramcke ergänzt:

(")Wir haben in Travemünde in den letzten Jahren einen enormen Anstieg der Übernachtungskapazitäten erlebt. Während es 2008 noch gut 3.000 Gästebetten gab, sind es inzwischen, vor allem durch Hotelneubauten, schon rund 8.000. Gleichzeitig wird es immer schwieriger für die Travemünder Bevölkerung und die Beschäftigten in der Travemünder Tourismusbranche, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Der ungesteuerte willkürliche Wachstum ungenehmigter Ferienwohnungen muss unbedingt aufhören, insbesondere um die wohnliche Qualität Travemündes zu bewahren. Eine übermäßige Durchsetzung mit Ferienwohnungen in Wohngebieten ist weder in der Nebensaison mit Leerstand und geschlossenen Rollläden noch im Allgemeinen als Förderung des sozialen Gefüges förderlich, hier muss die vorrangige baurechtliche Nutzung des Wohnens sichergestellt werden. Gleichzeitig freue ich mich aber auch über Ferienwohnungen, wo diese genehmigungsfähig sind. Insbesondere in diesem Segment haben wir als Bürger die Möglichkeit, an der touristischen Wirtschaft zu partizipieren und unsere Stadt sowie uns Lübecker unseren Gästen im besten Licht zu präsentieren und willkommen zu heißen.(")

Arne-Matz Ramcke weist auf den erheblichen Anstieg der Übernachtungskapazitäten hin.

Arne-Matz Ramcke weist auf den erheblichen Anstieg der Übernachtungskapazitäten hin.


Text-Nummer: 148294   Autor: Grüne Fraktion/Red.   vom 08.11.2021 um 10.52 Uhr

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