Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.
Gemeinnützige Lübeck

Rassenkunde: Vortrag zu dunklem Kapitel

Lübeck: Im Museum für Natur und Umwelt berichtet am Samstag, dem 13. November, Museumsleiterin Dr. Susanne Füting in einem Kurzvortag um 15 Uhr über die Forschungen des früheren Direktors Gotthilft von Studnitz in seiner Zeit an der Universität Halle. Im Rahmen des Gedenk- und Erinnerungsprogramms "Zeit des Erinnerns - Für die Zukunft" der Hansestadt Lübeck beleuchtet Füting in ihrem Vortrag das Thema Anthropologie und "Rassenkunde" im Lübecker Naturkundemuseum in der Zeit des Nationalsozialismus.

Von Lübeck aus wurden Schädelrekonstruktionen verschickt, die auf Anfrage an Museen, Forschungsinstitute und Einrichtungen gingen, die "Rassenideologie" lehrten. Die Modelle von "Pithekanthropus", "Sinanthropus", "Africanthropus" und anderen "Vor- und Frühmenschen", wurden für Ausstellungen und den Unterricht im Sinne des Regimes eingesetzt. Die Bestellungen kamen aus zahlreichen deutschen Städten, ebenso wie aus Kopenhagen oder Wien. Eine Museumsakte spiegelt das damalige große Netzwerk und ihre Akteure. Einzelne Briefe geben Auskunft über den Arbeitsalltag im Büro des Naturhistorischen Museums, das im 2. Weltkrieg nach der Zerstörung des Dommuseums zeitweise im St. Annenmuseum untergekommen war. Die Referentin Dr. Füting wendet sich mit ihrem Beitrag gegen Rassismus und die Rassenideologie des NS-Regimes.

Sie zeigt auf, dass der Begriff der "Rasse" wissenschaftlich nicht haltbar ist. Der Vortrag findet im Vortragssaal des Museums für Natur und Umwelt, Musterbahn 8, statt. Die Teilnahme beträgt für Erwachsene 6 Euro und berechtigt auch zum Besuch der Ausstellungen des Museums. Die Veranstaltung ist unter den aktuellen Corona-Regelungen möglich. Dazu zählen die "Drei G’s" sowie die Empfehlung der Einhaltung des Mindestabstands. Zur Überprüfung des Nachweises bei Personen über 16 Jahren ist ein amtlich gültiger Lichtbildausweis erforderlich. Eine verbindliche telefonische Anmeldung ist unter 0451 - 122 4122 erforderlich. Die kurzfristige Anmeldung direkt am Infostand ist gleichfalls möglich, allerdings ist die Zahl der Plätze begrenzt.

Weitere Informationen unter www.museum-fuer-natur-und-umwelt.de

Schädelmodell. Foto: Museum für Natur und Umwelt

Schädelmodell. Foto: Museum für Natur und Umwelt


Text-Nummer: 148333   Autor: Lübecker Museen   vom 10.11.2021 um 10.23 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.