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Erneuter Warnstreik am Dienstag im UKSH

Lübeck: Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) ruft alle Beschäftigten des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) sowie deren Tochtergesellschaften, dazu zählen auch das Zentrum für integrative Psychiatrie und die UKSH-Akademien, an den Standorten Kiel und Lübeck, zu einem eintägigen Warnstreik am Dienstag, 16. November 2021, auf.

Der Warnstreik beginnt an allen Standorten mit der frühesten Frühschicht und endet mit der spätesten Spätschicht. Die Nachtschichten werden nicht bestreikt. Hintergrund des Warnstreiks ist die Blockadehaltung der arbeitgeberseitigen Verhandlungsführung der Tarifgemeinschaft deutscher Länder. Vor der dritten Verhandlungsrunde am 27. November 2021 weitet die Gewerkschaft die Warnstreiks aus.

„Die Beschäftigten der Unikliniken im Norden setzen damit noch einmal ein starkes Signal der Streikbereitschaft an die öffentlichen Arbeitgeber. Wir brauchen endlich für Krankenhausbeschäftigte ein faires und verhandlungsfähiges Angebot. Es ist schlicht nicht akzeptabel, wenn Beschäftigte der Unikliniken gestern noch als systemrelevant eingeschätzt wurden und heute nach 2 Jahren Corona-Dauerbelastung und vor der 4. COVID-Welle keine Aufwertung und Wertschätzung erfahren“, so Steffen Kühhirt, verantwortlich für Gesundheitspolitik bei ver.di Nord.

Aus Sicht der Gewerkschaft ver.di steht diese Tarifrunde kurz davor, für die Pflegebereiche in einem echten Desaster zu enden, denn mit der fehlenden Wertschätzung wird ein fatales Signal an die Pflegebeschäftigten oder bettennahen Berufsgruppen gesendet: "Menschen, die bereits jetzt überlegen, den Beruf an den Nagel zu hängen, werden mit diesem Versagen der Arbeitgeberseite in diesen Gedanken bestärkt."

Klar sei aber auch, erfolge in der dritten Runde kein Angebot, werde ver.di die Streiks massiv ausweiten. "Die Verantwortung dafür tragen alleinig die Arbeitgeber."

"Wir verstehen, dass in Zeiten der 4. COVID19-Welle Warnstreiks im Gesundheitswesen besorgte Fragen auslösen. Wir handeln verantwortungsvoll und auch entsprechend der aktuellen pandemischen Lage im Norden. Es ist aber auch klar, dass die Beschäftigten aller Berufsgruppen der Unikliniken eine Wertschätzung und Anerkennung für ihre geleistete Arbeit fordern und dies auch mit Streik durchsetzen wollen – trotz Corona-Pandemie. Gleichzeitig möchte ich unsere Erwartung an die Vorstände und die Landesregierungen in Kiel und Schwerin ausdrücken, die Beschäftigten der Unikliniken im Norden jetzt nicht im Stich zu lassen und mitzuhelfen, eine faire und gute Tariflösung zu erreichen. Der Ball liegt bei den Arbeitgebern", so Kühhirt.

ver.di Nord hat mit dem UKSH und deren Tochtergesellschaften sowie der Unimedizin Greifwald entsprechende Notdienstvereinbarungen abgeschlossen, so dass die Notfallversorgung jederzeit abgesichert ist.

Am Dienstag sind neben dem Universitätsklinikum und ihrer Tochtergesellschaften auch die Tarifbeschäftigten der Universität, des Landesbetriebes Verkehr, des Landesamtes soziale Dienste, des Landesamt für ländliche Räume sowie des Landesamtes für Geodaten und Vermessung zum Warnstreik aufgerufen. Außerdem werden sich Beamte der Deutschen Rentenversicherung und der Feuerwehr solidarisch an der Demonstration beteiligen.

Verdi ruft die Mitarbeiter des UKSH - wie bereits am vergangenen Montag - zu einem Warnstreik auf. Foto: JW

Verdi ruft die Mitarbeiter des UKSH - wie bereits am vergangenen Montag - zu einem Warnstreik auf. Foto: JW


Text-Nummer: 148374   Autor: Verdi/red.   vom 12.11.2021 um 11.29 Uhr

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