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IHK: Steuersatz in Bosau 30 Prozent günstiger als in Lübeck

Lübeck: In diesem Jahr ist die Anzahl der Steuererhöhungen in Schleswig-Holstein trotz der angespannten Haushaltslage in vielen Kommunen leicht rückläufig. Einer Umfrage der IHK Schleswig-Holstein zufolge erhöhten 2021 insgesamt 17 der befragten Gemeinden ihre Gewerbesteuerhebesätze.

Dies entspricht einem Anteil von 8 Prozent. Im vorigen Jahr waren es noch 11 Prozent. Lediglich zwei Gemeinden senkten 2021 ihre Gewerbesteuerhebesätze. Bei der Grundsteuer B erhöhten 15 ihre Hebesätze (2020: 17 Prozent). Hier gab es nur eine Senkung.

„Jetzt geht es darum, die Weichen für die Zukunft zu stellen, um wirtschaftliches Wachstum zu ermöglichen. Dazu gehören vor allem gute steuerliche Rahmenbedingungen und damit auch konstant niedrige Hebesätze“, sagt Friederike C. Kühn, Präsidentin der IHK Schleswig-Holstein. Gleichzeitige begrüßt Kühn die Anstrengung vieler Gemeinden, bei angespannter Haushaltslage nicht reflexartig die Gewerbesteuer zu erhöhen. Neben einem klaren ‚Nein‘ zu Steuererhöhungen bedürfe es einer soliden Gemeindefinanzierung, damit Kommunen in Krisenzeiten und bei der Übernahme neuer Aufgaben nicht auf die Gewerbesteuer als Steuereinnahme zurückgreifen. Kühn: „Vielen Betrieben steckt die Corona-Krise noch immer in den Knochen. Wie wichtig finanzieller Freiraum für sie ist, hat die Pandemie gezeigt. Der Puffer ist in den meisten Unternehmen aber aufgebracht. Es ist wichtig, dass sie jetzt die Gelegenheit bekommen, ihr Eigenkapital wieder zu stärken. Daher: Finger weg von Steuererhöhungen!“

Der durchschnittliche Gewerbesteuerhebesatz in Schleswig-Holstein steigt 2021 leicht auf 366 Prozent (2020: 365 Prozent). Dabei liegt die Spannweite zwischen 285 Prozent in der Gemeinde Bosau und 450 Prozent in Kiel und Lübeck. Im Bereich der Grundsteuer B erhöht sich der Hebesatz in Schleswig-Holstein um durchschnittlich vier Punkte im Vergleich zum Vorjahr. Er liegt nun bei 383 Prozent. Das Hebesatzgefälle bei der Grundsteuer B schwankt zwischen 250 Prozent in der Gemeinde Rellingen und 700 Prozent in Glücksburg.

Die IHK Schleswig-Holstein, die Landesarbeitsgemeinschaft der IHKs Flensburg, Kiel und Lübeck, befragt jährlich Gemeinden ab 2.000 Einwohner zur Höhe der Realsteuerhebesätze der Gewerbesteuer und Grundsteuer B. Diese betrifft alle Grundstücke mit Ausnahme von land- und forstwirtschaftlichem Vermögen, für das die Grundsteuer A gilt. Mit einer daraus resultierenden Übersicht gibt sie ansässigen, aber auch ansiedlungs- und umsiedlungsinteressierten Unternehmen eine standortpolitische Orientierungshilfe. Den Realsteueratlas 2021 gibt es als Download im Internet: www.ihk-sh.de/realsteueratlas

Friederike C. Kühn, Präses der IHK zu Lübeck und Präsidentin der IHK Schleswig-Holstein warnt vor Stuererhöhungen. Foto: Olaf Malzahn

Friederike C. Kühn, Präses der IHK zu Lübeck und Präsidentin der IHK Schleswig-Holstein warnt vor Stuererhöhungen. Foto: Olaf Malzahn


Text-Nummer: 148447   Autor: IHK   vom 16.11.2021 um 16.29 Uhr

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