Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Klimakrise: Konfirmanden und FFF setzen Zeichen

Lübeck: Große Plakate und Stoffbahnen schmücken jetzt den Bauzaun am Dom. Mit reichlich Farben und vielen Ideen haben rund 70 Konfirmandinnen und Konfirmanden der Dom- sowie der St.-Aegidien-Kirchengemeinde gemeinsam mit den jungen Leuten von Fridays for Future Lübeck (FFF) die Kunstwerke erschaffen. Das Thema: die Klimakrise und die Bewahrung der Schöpfung.

"Es ist ein tolles gemeinsames Projekt", sagt Martin Klatt, Pastor am Dom. "In den Konfi-Stunden dachten die Konfirmanden über Schöpfung nach, lasen biblische Geschichten dazu und wurden dann kreativ", erläutert der Pastor weiter. An mehreren Nachmittagen seien so 12 Banner und Plakate entstanden.

"Klimaschutz ist ein gesamtgesellschaftliches Anliegen und hat auch in der Kirche einen hohen Stellenwert. Wir haben uns sehr über die Chance gefreut, uns mit den Konfirmanden zu dem Thema auszutauschen. Seit drei Jahren fordern wir auf der Straße, dass die Politik rechtzeitig handelt und inzwischen sind wir sehr viele, die um die Notwendigkeit von mehr Klimaschutz wissen", so Ruth Baldenius von Fridays for Future Lübeck. "Die kirchliche Idee der schützenswerten Schöpfung ist untrennbar mit den schon heute global und auch hier sichtbaren Folgen der Klimakrise verbunden. Die Dringlichkeit zu handeln besteht schon lange und wird gerade für junge Menschen zunehmend spürbar. Dafür braucht es politische Veränderung, die mit den Kunstwerken am Bauzaun einmal mehr gefordert wird, weil sie von so vielen Menschen gewollt ist."

Bild ergänzt TextDas Klima und die Erde standen im Mittelpunkt der Plakatgestaltung.

"Das ist eine coole und notwendige Aktion", freut sich St.-Aegidien-Pastorin Nicola Nehmzow. "Die Anliegen der Kirche sind mit denen von FFF verknüpft, wenn es um das Beschützen der Schöpfung und um den Schutz der Menschenrechte sowie des Klimas geht. Der erste Schöpfungsbericht der Bibel beschreibt die Schöpfung als gut und geordnet. Die Konfirmanden reagierten unmittelbar auf das "Siehe, es war sehr gut". "Und was ist heute? Was haben wir mit der Schöpfung gemacht?", fragten sie. Der Input von FFF ließ sie aufschreien: "Nein, wir müssen endlich STOPP machen mit Umwelt- und Klimazerstörung." Die Jugendlichen haben gemeinsam mit FFF viele Ideen entwickelt, wo sie selbst etwas tun können. Und vor allem Ideen, wie sie mehr Klimaschutz in aller Deutlichkeit von den Politikern fordern können". Einen Bogen zum Konfirmandenunterricht habe der siebente Schöpfungstag gebildet: "Die Schöpfung wird vollendet durch die Pause. Wir brauchen die Pause, so wie die gesamte Schöpfung."

"Wir dürfen nicht aufhören, für eine Veränderung unserer Lebensgewohnheiten einzutreten. "Wir wollen leben", sagen die Jugendlichen. Es ist unsere Zukunft.", bekräftigt Martin Klatt. So wären die Erwachsenen bei der Gestaltung der Banner auch ganz in den Hintergrund getreten und hätten fasziniert zugeschaut, was die Mädchen und Jungen mit Pinsel und Farbe fabrizierten. "Sie sind gut informiert über die Zusammenhänge. Klimakonferenzen sind gut, wenn wirklich etwas geschieht. Aber es braucht immer wieder aktives Eintreten – auch hier in Lübeck."

Geschafft: Stolz präsentieren die Konfirmand:innen ihre Werke am Bauzaun des Doms.

Geschafft: Stolz präsentieren die Konfirmand:innen ihre Werke am Bauzaun des Doms.


Text-Nummer: 148457   Autor: Steffi Niemann   vom 17.11.2021 um 11.18 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.