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Medizin und Pflege: Kritik an Landesregierung

Lübeck: Seit Beginn der Pandemie findet in Lübeck eine ein- bis zweiwöchentliche interdisziplinäre Online-Konferenz statt, die sich mit den durch die Pandemie aufgeworfenen Fragen und Folgen für die Gesundheitsversorgung befasst. Jetzt haben die Teilnehmer einen Brandbrief an Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg geschrieben. Dir Kritik richtet sich an den Pflegebereich.

Das Gesundheitsnetzwerk "COVID-19 in der Hansestadt Lübeck" ist hochkarätig besetzt. Und auch der aktuelle Brief wurde von zahlreichen Ärzten, Forschern, Mitarbeitern des Gesundheitsamtes, Leitern von Pflegeheimen und Pflegediensten sowie der Pflegeleiterin am UKSH unterschrieben. Der Kernpunkt: Der Pflegebereich wird beim Erarbeiten der Landesverordnungen zur Corona-Krise nicht berücksichtigt.

Es könne nicht angehen, dass zum Beispiel die neuen Regeln für Pflegeheime am 13. November veröffentlicht worden sind und am 14. November in Kraft treten. Die vorgesehene Testverpflichtung sei nicht innerhalb eines Tages umsetzbar. Außerdem weise die Regelung erhebliche Lücken auf. So gebe es überhaupt keine Rechtsgrundlage für die Testung des Personals in Pflegeheimen. Und für die Fahrer von Krankentransportern und ambulante Pflegekräfte gebe es keine Testpflicht, obwohl auch sie Kontakt mit gefährdeten Gruppen haben.

Die Landesregierung habe es auch versäumt, den Pflegebereich in den vergangenen 21 Monaten zu verstärken. Eine Impfpflicht für Mitarbeiter in diesem Bereich wird zwar grundsätzlich begrüßt, sie müsse aber alle Personen umfassen, die mit gefährdeten Gruppen arbeiten.

50 Ärzte, Wissenschaftler, Pflegeunternehmen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes fordern eines bessere Einbindung bei Corona-Erlassen. Symbolbild

50 Ärzte, Wissenschaftler, Pflegeunternehmen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes fordern eines bessere Einbindung bei Corona-Erlassen. Symbolbild


Text-Nummer: 148514   Autor: VG   vom 20.11.2021 um 11.54 Uhr

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