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Radfahrer am Gustav- Radbruch- Platz schwer verletzt

Lübeck - St. Gertrud: Am Mittwochmittag, 24. November, wurde ein 17-jähriger Radfahrer, der den Gustav-Radbruch-Platz aus Fahrtrichtung Innenstadt kommend befuhr und im weiteren Verlauf in die Fährstraße unterwegs war, durch einen Ford erfasst. Der Radfahrer musste mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.

Gegen 12.15 Uhr wurde der Polizeileitstelle ein Verkehrsunfall mit verletztem Radfahrer im Bereich des Radweges Gustav-Radbruch-Platz/ Burgtorbrücke gemeldet. Als die Beamten des 3. Polizeireviers am Unfallort eintrafen, war dieser nur bedingt ansprechbar.

Nach bisherigem Erkenntnisstand war der 17-Jährige auf dem Radweg der Burgtorbrücke in Richtung Gustav-Radbruch-Platz unterwegs. Mit Erreichen des Gustav-Radbruch-Platzes bog er links ab und überquerte den Radweg in Richtung Fährstraße. Beim Überqueren dieses Radwegabschnittes missachtete er die für diesen Bereich geltende Vorfahrt und stieß mit dem Ford Fiesta eines 80-Jährigen zusammen, der den Gustav-Radbruch-Platz in Fahrtrichtung Innenstadt befuhr. Durch den Zusammenstoß stürzte der Radfahrer über die Motorhaube zu Boden und verletzte sich schwer, sodass eine weitere Behandlung in einer Klinik notwendig war.

Das Auto war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Die Schadenshöhe beläuft sich auf zirka 2500 Euro. Die weiteren Unfallermittlungen werden durch das 3. Polizeirevier geführt.

Symbolbild.

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Text-Nummer: 148598   Autor: PD Lübeck   vom 24.11.2021 um 15.35 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Christoph

schrieb am 24.11.2021 um 15.59 Uhr:
Gute Besserung!

Die Verkehrsführung dort ist immer noch eine Katastrophe.

Während an den Einmündungen zur Roeck- und Falkenstraße Vorrang für Fußgänger bzw. Vorfahrt für Radfahrer besteht, ist das trotz derselben baulichen Gestaltung an der Einmündung zur Burgtorbrücke nicht der Fall. Hier haben Fußgänger einen Fußgängerüberweg und damit Vorrang vor dem Autoverkehr, Radfahrer müssen aufgrund der Vorfahrt achten Schilder jedoch Vorfahrt gewähren.

Keine große Überraschung, dass der Gustav Radbruch Platz damit zu einem Unfallschwerpunkt gehört.

H. Hansen

schrieb am 24.11.2021 um 16.24 Uhr:
An dieser Stelle haben doch Radfahrer Vorfahrt. Der Radweg ist farblich durchgezogen, die Autos haben "Vorfahrt achten" mit einem Radweg Symbol darunter und auf der Straße ist weiß zusätzlich noch mit Fahrbahnmarkierung ein "Achtung Radfahrer" Symbol aufgebracht. Zusätzlich wurde die Verkehrsführung extra für Autos angepasst, damit diese Radfahrer früher sehen.

Ich sehe die Schuld hier nicht primär beim Radfahrer.

Andreas Maaßen

schrieb am 24.11.2021 um 16.34 Uhr:
@Christoph
Nicht die Verkehrsführung ist eine Katastrophe, sondern zu meinen, weil man ein Fahrrad fährt, hat man sich an keinerlei Regeln halten zu müssen, oder darf sich im Zweifelsfalle einfach darauf verlassen, das andere die eigenen Fehler ausbaden.
Das Vorfahrtssschild ist dreieckig , rot umrandet und groß genug , die Regel "rechts vor links" gibt es Jahrzehnte und wie ein Fußgängerüberweg aussieht, weiß jedes Kind.

Nur einige können nicht zugeben, im Unrecht zu sein, oder einen Fehler begangen zu haben.

Wie der zu dicht hinter mir Fahrende, der zu mir sagt:

"Fahren Sie gefälligst nicht so dicht vor mir her"

Olaf war es

schrieb am 24.11.2021 um 17.26 Uhr:
Im dem Fall haben beide schuld,Radfahrer guckt nicht ...Autofahrer hatte sein Umfeld nicht Durch-blickt (vorausschauend fahren sagt man ja bzw. Mit Fehlern anderer Rechnen ob Auto , Fußgänger, Radfahrer..passiert leider ... Trotzdem wünsche ich den Geschädigten alles beste der Welt,Für den Herrn ist das bestimmt auch nicht leicht gerade :(

Max Müller

schrieb am 24.11.2021 um 17.50 Uhr:
@ Christoph....die Verkehrsführtung ist dort kein Problem, man muss nur mal die Augen aufmachen und nicht immer glauben, als Radfahrer hat man einen Freifahrtsschein (ich bin selber Radfahrer!) Wie Sie richtig schreiben, biegen Sie in die Roeck und Falkenstraße ein, und somit müssen Sie auch Vorfahrt gewähren.

Wenn ich aus Richtung Travemünde komme und in die Stadt fahre, biege ich nirgends ein, sondern fahre geradeaus weiter auf der Hauptstraße.

Und dort ist der Radfahrer auch (...) worden. Da stehen extra Schilder (beidseitig) für Radfahrer, das sie dort "Vorfahrt achten" müssen, was aber die meisten (...) missachten und oftmals Autofahrer zur Notbremsung zwingen.

Selbiges ist vom Heiligen-Geist-Kamp in Richtung Travemünde. Da ignorieren die Radfahrer auch regemäßig die "Vorfahrt achten" Schilder.

@H.Hansen...auch Sie, einfach mal die Augen aufmachen wo Radfahrer Vorfahrt haben und wo nicht. Im Bericht steht auch deutlich, "...missachtete er die für diesen Bereich geltende Vorfahrt..."

Es ist einfach nur nervig immer wieder zu lesen, die "armen Radfahrer".
In einer Vielzahl von Fällen haben diese selber schuld.

Bastian

schrieb am 24.11.2021 um 18.13 Uhr:
@H. Hansen,
hier irren Sie, an dieser Stelle ist die Fahrbahn-Markierung für Radfahrer als einzige Stelle in dem Bereich Gustav-Radbruch-Platz nicht rot unterlegt. Stattdessen haben die Radfahrer auf beiden Seiten zusätzlich zur Blech-Beschilderung „Vorfahrt achten“, auf dem Boden ihrer Spur ein weiteres aufgemaltes großes „Vorfahrt achten“-Symbol je Seite. Viel deutlicher geht es nicht.

Aber ja, auch ich finde die Verkehrsführung an dieser Stelle furchtbar und fehlerträchtig. Viele Autofahrer gewähren den Radlern Vorfahrt, ich vermute aus Unsicherheit, Freundlichkeit oder teilweise auch, dass muss man leider sagen, weil die Radler an den Überweg heranfahren als hätten sie Vorfahrt. Wenn die Autos dann bereits abgebremst haben, lässt man den Radler halt durch und erspart ihm so das Absteigen. Das Geisterfahrrad steht da nicht umsonst.

margit H.

schrieb am 24.11.2021 um 18.28 Uhr:
An der besagten Stelle haben Radfahrer keine Vorfahrt - es sind Schilder vorhanden , die den Radfahrern dies zeigen .
Unübersichtlich ist hier m.E. nichts . Nur wenn die Vorfahrt missachtet
wird , kann keiner helfen.
Sorry , das beobachte ich leider täglich .

Janbo

schrieb am 24.11.2021 um 18.39 Uhr:
Moin Herr Hansen,

jein, die Krux ist, dass stadtauswärts der Radfahrer die Vorfahrt achten muss, stadteinwärts allerdings der Autofahrer. Dem verunglückten Radfahrer gute Besserung und dem Autofahrer ebenso. Der eine missachtet die Regeln, der andere trägt den Schock davon…

Micha

schrieb am 24.11.2021 um 19.13 Uhr:
....nein, h.hansen, sie sind an der falschen Stelle unterwegs.

Defensiv fahren!

schrieb am 24.11.2021 um 19.23 Uhr:
Hat der Radfahrer das Auto nicht gesehen, es kam ihm doch entgegen? Genauso muss doch der Autofahrer an dieser Stelle, um die Mittagszeit, umsichtig fahren. Der Radfahrer ist doch nicht vom Himmel gefallen. In diese Richtung ist es nicht wirklich unübersichtlich. Defensive und umsichtige Fahrweise ist und bleibt das Gebot der Stunde, egal welches Verkehrsmittel. Ich finde daher solche Presseerklärungen immer etwas fragwürdig. Es liest sich so, als hätte der Pkw Fahrer alles richtig gemacht, dabei wäre es mit vorausschauender Fahrweise nicht passiert.

Lehmann Rolf

schrieb am 24.11.2021 um 22.25 Uhr:
Nicht die Verkehrsführungen sind eine Katastrophe, sondern die Benutzer. Wer glaubt, dass die rote Markierung der Radwege automatisch die Vorfahrt bedeutet, soll sich freuen das er noch nicht in einen Unfall verwickelt wurde. Noch regeln Schilder die Vorfahrt, oder Rechts vor Links.

Horsti

schrieb am 25.11.2021 um 00.08 Uhr:
Unübersichtlich und gefährlich. Konsequenterweise sollten ALLE Lübecker Kreisel mit Ampeln versehen werden. Das Prinzip Rücksicht und Vorsicht funktioniert schon lange nicht mehr.

Gerd Kraushaar

schrieb am 25.11.2021 um 08.41 Uhr:
Beschilderung hin oder her. Wer im Recht war ist auch nur zweitrangig.

Wenn in ähnlichen oder baugleichen Situationen zu 99 % eine besondere Vorfahrt-Regelung gilt und in 1 % eben nicht, dann kann dieses 1% noch so gut Beschildert sein. Es wird immer eine schwierige Situation und Unfallschwerpunkt sein. Der Mensch ist nun mal ein Gewohnheitstier. Natürlich muss man gucken, trotzdem hat jeder in gewissen Situationen eine bestimmte Erwartungshaltung.
Die Erwartungshaltung wird hier einfach nicht erfüllt. Die Frage sollte jetzt sein, warum? Warum weicht an dieser Stelle die Vorfahrtsregel von der "Norm" ab und führt zu dieser schwierigen Situation?

Michael St.

schrieb am 25.11.2021 um 09.41 Uhr:
Fakt ist: Bei einer einzigen Straßenquerung des Radweges gibt es hier zwei diametral unterschiedliche Vorfahrtregelungen, deren Urhebern man grobe Fahrlässigkeit vorwerfen muß. Seit der Sperrung der Innenstadt für den allgemeinen Autoverkehr gibt es keinen Grund mehr, den Radfahrern nicht auch an dieser Stelle offiziell Vorfahrt einzuräumen.

mia

schrieb am 25.11.2021 um 09.47 Uhr:
Gute Besserung an den Radfahrer und auch an den Autofahrer.

Ich selbst fahre dort täglich mit dem Fahrrad und es kommt auch fast täglich zu gefährlichen Situationen) und trotzdem frage ich mich auch täglich, warum die Radfahrer GEGEN den Kreisverkehr fahren dürfen. Genau das ist doch das Problem!! Da muss auch keine Ampel gebaut werden. Einfach die Radfahrer im Kreisverkehr die RICHTIGE Richtung fahren lassen und nicht entgegengesetzt. Eine Einbahnstraße kann ich doch auch nicht entgegengesetzt fahren. Warum bekommt Lübeck dass einfach nicht hin.

Powerklaus

schrieb am 25.11.2021 um 10.16 Uhr:
Viele Radfahrer haben iffenbar nicht die (...) Möglichkeiten Schilder zu sehen und zu verstehen.
Deshalb schlage ich an dieser stelle vor es ähnlich wie an gefährlichen Autokreuzungen zu machen und ein paar Schikanen einbauen. So könnte man einige Meter vorher kleine Schwellen mit immer kürzer werdenden Abständen aufbringen und kurz vorm Übergang zur Straße vielleicht noch so ein 1-2 Meter- Feld mit tiefem Sand. Das müsste auffällig genug sein.

Steffen Peters

schrieb am 25.11.2021 um 10.18 Uhr:
Die Verkehrsführung dort ist doch total einfach, wenn man sie mal aus Sicht eines Rad- und mal aus Sicht eines Autofahrers sieht:
Beim EINbiegen in den Platz müssen Autofahrer ALLEN im Platz befindlichen Verkehrsteilnehmern Vorfahrt gewähren. Es gibt also in den Zufahrten sowieso einen Rückstau.
Beim Ausfahren aus dem Platz ist der Rückstau zu vermeiden, da er mehrere Ein- & Ausfahrten blockieren könnte.
Somit haben die ausfahrenden Fahrzeuge Vorfahrt.
Das ist mit den Radfahrern übrigens in ihren Fahrspuren analog geregelt!!

John Doe

schrieb am 25.11.2021 um 10.28 Uhr:
@GErd Kraushaar,
die Vorfahrtsregel weicht hier nicht von der Norm ab.
Das Burgfeld ist kein Kreisverkehr sondern eine mehrspurige Straße in deren Mitte eine Haltestellenanlage verbaut wurde. Die Straßenführung geht dabei von der Burgtorbrücke in die Travemünder Allee und umgekehrt. Somit haben alle Autofahrer Vorfahrt die ihre Fahrt vom Burgfeld in Richtung Burgtor fortsetzen wollen, Radfahrer haben Vorfahrt zu gewähren.
Das diese vielfach der Meinung sind der parallel laufende Fußgängerüberweg gibt ihnen besondere Rechte ist an mehreren Stellen in Lübeck zu beobachten obwohl den Radfahrern an diesen deutlich signalisiert wird das sie Vorfahrt zu gewähren haben.
Es kann nicht sein das eine kleine Gruppe von Verkehrsteilnehmern für sich beansprucht die STVO nur als Empfehlung anzusehen. Ich hoffe der Radfahrer ist in der Lage für dem von ihm verursachten Schaden aufzukommen.