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Lübecker Linke: Weg für Drogenkonsumraum jetzt frei

Lübeck: Archiv - 05.12.2021, 10.31 Uhr: Die Lübecker Fraktion "Die Linke" begrüßt, dass das Land Schleswig-Holstein mit einer, am 16. November 2021 in Kraft getretenen Landesverordnung den "Weg frei für den Drogenkonsumraum" mache. Mit der neuen Reglung sei es nun Lübeck erlaubt eine entsprechende Lokalität zu betreiben. Die Bürgerschaftsfraktion der "Die Linke" werde dazu in Lübeck einen erneuten Antrag einbringen.

"Wir freuen uns sehr, dass das Land nun den rechtlichen Rahmen geschaffen hat. Damit ist das Hauptargument der Lübecker GroKo hinfällig. Ein Drogenkonsumraum ist kein rechtsfreier Raum, sondern ein Ort, an dem Drogen unter strenger Aufsicht sicher, hygienisch und vor allem geordnet konsumiert werden können", erklärt Katjana Zunft, Fraktionsvorsitzende der Lübecker Linken.

"Die Linke" in Lübeck setze sich schon seit Jahren für die Schaffung eines Drogenkonsumraumes ein. Drogenkonsumräume hätten in vielen Städten Fantastisches geleistet. Durch sie werde millionenfach ein Konsum unter hygienischen Umständen ermöglicht, der eine Infektion mit HIV oder Hepatitis ausschließe oder zumindest erheblich reduziere.

Das schnelle Eingreifen von Mitarbeiter bei Notfällen sicher das Überleben von vielen tausenden Drogenkonsumenten. Überdosierungen etwa, würden außerhalb von geschützten Konsumräumen sehr häufig tödlich enden. Wesentlicher Bestandteil der Arbeit in diesen Räumen sei die Motivation von drogengebrauchenden Menschen.

"Neben gesundheitlichen Zielen werden mit der Einrichtung von Drogenkonsumräumen auch ordnungspolitische Ziele verfolgt. Belastungen der Öffentlichkeit durch sichtbaren Drogenkonsum und Szeneansammlungen, wie früher am Krähenteich, sollen reduziert werden. Der öffentliche Raum wird von Problemen durch sichtbaren Konsum und konsumspezifischen Verunreinigungen entlastet. Die Verlagerung des Drogenkonsums in eine Einrichtung, führt abhängig von den Öffnungszeiten, zu einer Entlastung des öffentlichen Raums. Eine versprengte Drogenszene führt dazu, dass dennoch Drogen konsumiert werden, aber dies dann ohne Kontrolle", sagt Andreas Müller, sozialpolitischer Sprecher der Fraktion der Linken und Vorsitzender der Partei.

"Die Zahl der Drogentoten hat sich auch in Lübeck in den letzten 2 Jahren fast verdoppelt. Ein Drogenkonsumraum fördert nicht den Konsum von Drogen, wie langjährige wissenschaftliche Auswertungen von solchen Einrichtungen zeigen. Sie reduzieren Notfälle und Tote, schaffen Beratungsvertrauen und erleichtern auch den Ausstieg aus dem Konsum. Jeder Drogentote, der durch so einen Raum verhindert werden kann, ist ein ausreichendes Argument für die Schaffung. Mehr Argumente braucht es eigentlich nicht, das hat sogar die Landesregierung unter Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) erkannt und den Weg endlich freigemacht. Wir hoffen, dass die Lübecker SPD und CDU sich noch einmal, jetzt aber vorurteilsfrei, über einen Drogenkonsumraum informieren und Initiative unterstützen", erklären Katjana Zunft und Andreas Müller gemeinsam.

Andreas Müller und Katjana Zunft setzen sich für einen Drogenkonsumraum in Lübeck ein.

Andreas Müller und Katjana Zunft setzen sich für einen Drogenkonsumraum in Lübeck ein.


Text-Nummer: 148753   Autor: Fraktion DL/Red.   vom 05.12.2021 um 10.31 Uhr

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