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Uni Lübeck: Neuer Ansatz bei Diagnose von Frakturen bei Kindern

Lübeck: Archiv - 06.12.2021, 09.25 Uhr: Lübecker Forscher haben es sich zur Aufgabe gemacht, an einer schnelleren, schmerzärmeren und nebenwirkungsfreien Möglichkeit zu forschen, um Frakturen bei Kindern zu diagnostizieren. Angewendet werden sollen dabei Ultraschall-Bildgebungs-Verfahren und Methoden aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz. Unter dem Namen „AutoSAFE“ sollen die Untersuchenden in der Notaufnahme von einer digitalen Unterstützung profitieren, die bei der Diagnostik unterstützt.

Das Verbundprojekt der Klinik für Kinderchirurgie am Campus Lübeck des UKSH, des Instituts für Medizinische Informatik der Universität zu Lübeck und der Firma ThinkSono GmbH aus Potsdam konnte sich bei der Fördermaßnahme „Medizintechnische Lösungen für eine digitale Gesundheitsversorgung“ des Rahmenprogramms Gesundheitsforschung Deutschland des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit seinem Antrag erfolgreich durchsetzen. Bei 166 eingegangen Skizzen wurden 30 Förderempfehlungen ausgesprochen. Das Projekt läuft über 3 Jahre und das Projektvolumen beträgt 800.000 Euro.

„Wir freuen uns sehr, dass durch unser Forschungsvorhaben Kinder direkt vom allgemeinen Schub neuer innovativer Technologien profitieren und daran teilhaben können und sind sehr dankbar, einen positiven Förderbescheid erhalten zu haben“, so Dr. Ludger Tüshaus, Klinik für Kinderchirurgie des UKSH.

Unter dem Namen „AutoSAFE“ soll die Ultraschalldiagnostik zur Frakturdiagnostik bei Kindern im Rahmen einer Point of Care Diagnostik (POCUS) - zum Beispiel in einer Kindernotaufnahme - zunehmend unter Anwendung der Künstlichen Intelligenz automatisiert und standardisiert werden. Die Vorteile der ultraschallbasierten Frakturdiagnostik gegenüber der herkömmlichen Röntgendiagnostik bestehen darin, dass sie schnell, nebenwirkungsfrei und schmerzärmer durchgeführt werden kann. Ziel ist ein Assistenzsystem, dass die Untersucherin bzw. Untersucher dabei unterstützt, in Echtzeit optimiert und präzise und insbesondere unabhängig von den eigenen Vorerfahrungen eine Fraktur zu diagnostizieren bzw. auszuschließen.

Grundlage des Verbundprojekts ist sowohl die etablierte enge Zusammenarbeit der Klinik für Kinderchirurgie des UKSH (AG „Pediatric medical devices and surgical instruments“, Dr. Ludger Tüshaus) und des Instituts für Medizinische Informatik der Universität zu Lübeck (AG Prof. Mattias Heinrich) zum Thema „KI-gestützte Diagnostik und Therapie im Kindes- und Jugendalter“ am Campus Lübeck als auch die Expertise und die langbestehende erfolgreiche Kooperation des Instituts für Medizinische Informatik der Universität zu Lübeck und der Firma ThinkSono (CTO Sven Mischkewitz), die weltweit zu den führenden Firmen auf dem Gebiet der KI-gestützten Ultraschallbildgebung in der Medizin zählt. Prof. Heinrich und Dr. Tüshaus sind sich einig, dass das Projekt beispielhaft die vorhandene Sensibilisierung, hohe Kooperationsbereitschaft und inhaltliche Expertise von Kindermedizin und MINT-Fächern, die am Campus Lübeck als Knotenpunkt für eine kindgerechte Medizintechnologieentwicklung besteht, demonstriert.

Die Mitglieder des vom BMBF geförderten Verbundprojekts „AutoSAFE“. Foto: Sabine Lorenz, UKSH

Die Mitglieder des vom BMBF geförderten Verbundprojekts „AutoSAFE“. Foto: Sabine Lorenz, UKSH


Text-Nummer: 148808   Autor: Uni   vom 06.12.2021 um 09.25 Uhr

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