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Pfadfinder bringen Friedenslicht aus Bethlehem

Lübeck: Archiv - 13.12.2021, 09.44 Uhr: Wie jedes Jahr am dritten Advent gingen Lübecker Pfadfinder unter Polizeischutz mit Blaulicht durch die Stadt. Banner schwingend und mit vielen Lichtern. "Wogegen demonstrieren Sie denn?", fragte eine erschrockene Passantin. "Wir bringen das Friedenslicht aus Betlehem nach Lübeck", klärte eine Pfadfinder-Ordnerin in Warnweste auf. "Gott sei Dank", entgegnete die Passantin beruhigt, "das brauchen wir dieses Jahr wirklich."

Der alljährliche Marsch vom Lübecker Hauptbahnhof endete diesmal in der Marienkirche. Dort fand der eigentliche Aussendungsgottesdienst des Friedenslichtes statt, mit einer in der Geburtsstadt Jesu entzündeten Flamme. Pfadfinder auf der ganzen Welt holen kurz vor Weihnachten die Flamme aus der Geburtsgrotte und tragen sie um die Welt, meist in Petroleumlampen. Per Flugzeug kommt das Licht von Israel nach Wien und wird von dort in einer Art Feuer-Stafette in die europäischen Länder weitergereicht.

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Die letzte Etappe der Originalflamme war nun von Hamburg nach Lübeck. Unter erschwerten Corona-Bedingungen und bei Nieselwetter trugen 50 Pfadfinder das Licht durch die Stadt. Im Vorjahr musste der Demonstrationszug wegen der Pandemie ganz ausfallen, bei dem sonst 200 bis 300 Menschen mitmachen. "Es ist die einzige gemeinsame Aktion im Jahr", sagt Stammwart Heinz Egleder von den Royal Rangers Lübeck, "bei der alle Lübecker Pfadis mitmachen." Im Arbeitskreis Lübecker Pfadfinder, der das "Friedenslicht aus Betlehem" organisieren, sind außerdem noch die Pfadfinder-Verbände DPSG, VCP, BdP, REGP und VDAPG.

"Wegen unserer Vorbildfunktion als Pfadfinder haben wir dieses Jahr keinerlei Werbung für unsere Veranstaltung gemacht", sagt Mitorganisator Olaf Tschirner vom Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP). Es kamen dann so wenige "Demonstranten", dass nur am Lindenteller eine kurze Vollsperrung durch die Polizei erfolgen musste, den Rest der Strecke absolvierten die Friedenslicht-Überbringer diszipliniert auf dem Fußweg. Auch in Sankt Marien war Disziplin angesagt: dauerhafte Maskenpflicht und weite Abstände in den Kirchenbänken.

Der Gottesdienst stand unter dem Motto "Friedensnetz: ein Licht, das alle verbindet". Alle Teilnehmer konnten ihre Lampen mit diesem Friedenslicht entzünden und mit nach Hause nehmen. Diese besondere Flamme kann jeder Lübecker, der es möchte, auch in den nächsten Tagen in der Marienkirche noch abholen. Am Ende des Pfadfinder-Gottesdienstes stellte Marien-Pastorin Inga Meißner alle unter den Segen Gottes, der wie ein Sicherheitsnetz ist, das uns auffängt.

Die letzte Etappe der Originalflamme war der Weg von Hamburg nach Lübeck. Fotos: Royal Rangers Lübeck.

Die letzte Etappe der Originalflamme war der Weg von Hamburg nach Lübeck. Fotos: Royal Rangers Lübeck.


Text-Nummer: 148940   Autor: H. Egleder/Royal Rangers   vom 13.12.2021 um 09.44 Uhr

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