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Panzersperren unter Denkmalschutz

Lübeck: Archiv - 13.12.2021, 20.05 Uhr: Der "Kalte Krieg" ist abgeschlossen. Damit gelten die Schächte für die Panzersperren an den Brücken zur Innenstadt als "archäologische Kulturdenkmale". Das hat die Lübecker Stadtverwaltung auch dem Eigentümer Bundeswehr mitgeteilt, der die Schächte eigentlich beseitigen möchte.

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Die Sperrschächte wurden um 1983 gebaut, hat der Bereich Archäologie und Denkmalschutz herausgefunden. Sie bestehen jeweils aus einem großen Betonklotz, in dem T-Träger verankert werden können. Inzwischen haben die zuständigen Wallmeister der Bundeswehr den Auftrag, solche Sperreinrichtungen auf Kosten des Bundes abzubauen.

"Die Anlagen wurden als archäologische Kulturdenkmale erkannt, sie stellen die aktuell jüngste Stufe der Stadtbefestigung Lübecks seit der Vorgeschichte dar, am besten zu sehen ist dies am Burgtor mit der sichtbaren Befestigung seit dem 12. Jh. und der archäologisch nachgewiesenen seit der germanischen und slawischen Zeit an dieser Stelle", schreibt der Bereich zu einer Anfrage der Grünen. Es handle sich um eine "besondere historische Bedeutung für eine abgeschlossene Epoche (Kalter Krieg). Einen formalen Eintrag in die Denkmalliste gibt es aber noch nicht. Noch handelt es sich um militärische Anlagen in der Verantwortung des Bundes.

Wie es mit den noch bestehenden Schächten an Burgtorbrücke, der Hüxtertorbrücke, der Rehderbrücke, der Mühlenbrücke und der Moltkebrücke weiter geht, ist allerdings unklar. Sollten sie den notwendigen Sanierungen im Wege stehen, kommen sie weg.

Schutzwürdig: Die Sperrschächte sind das jüngste Beispiel für die Stadtbefestigung in den vergangenen 800 Jahren. Fotos: VG/Archiv

Schutzwürdig: Die Sperrschächte sind das jüngste Beispiel für die Stadtbefestigung in den vergangenen 800 Jahren. Fotos: VG/Archiv


Text-Nummer: 148955   Autor: VG   vom 13.12.2021 um 20.05 Uhr

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