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Problematische Internetnutzung: App soll helfen

Lübeck: Archiv - 15.12.2021, 09.41 Uhr: Wissenschaftler aus Lübeck und Ulm haben eine Smartphone-App entwickelt, deren Ziel es ist, die eigene Internetnutzung besser einschätzen zu können. Sie sind damit Teil eines Projekts eines Konsortiums aus Universitäten, Betriebskrankenkassen, Therapiezentren und Gesundheitsdienstleistern. Im Rahmen der groß angelegten SCAVIS-Studie (Stepped Care Ansatz zur Versorgung Internetbezogener Störungen) wird die Forschung deutschlandweit von zahlreichen Betriebskrankenkassen unterstützt.

Teilnehmende Betriebe können ihren Mitarbeitenden die App zur Verfügung stellen. Diese können mithilfe der entwickelten smart@net-App anonym überprüfen, ob sie zu einer problematischen Internetnutzung neigen. Ist das der Fall, erhalten Teilnehmende dabei über vier Wochen hinweg aufschlussreiche und persönlich auf sie zugeschnittene Informationen und Rückmeldungen in der App sowie bei Bedarf weitergehende Hilfen.

Die groß angelegte bundesweite SCAVIS-Studie nutzt die Arbeitsumgebung, um mit Betroffenen in Kontakt zu kommen. Unterstützt wird sie von zahlreichen Betriebskrankenkassen. Ziel ist die Förderung einer ausgewogenen Nutzung des Internets bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von an der Studie teilnehmenden Betrieben, denen die Möglichkeit geboten wird, ihre eigene Internetnutzung besser kennenzulernen. Dafür wurde die einfach zu bedienende smart@net-App entwickelt, mit der man prüfen kann, ob mit der eigenen Internetnutzung alles im "grünen" Bereich ist oder ob man vielleicht zu einer problematischen Internetnutzung neigt. In letzterem Fall erhalten Teilnehmende dabei über vier Wochen hinweg aufschlussreiche und persönlich auf sie zugeschnittene Informationen und Rückmeldungen in der App. "Dadurch werden psychologische Prozesse angestoßen, die eine Verhaltensänderung ermöglichen können", erklärt der wissenschaftliche Studienleiter Prof. Hans-Jürgen Rumpf von der Universität zu Lübeck die Wirkungsweise der App. Neben der smart@net-App für das eigene Smartphone erhalten einige Teilnehmer und Teilnehmerinnen mit einer auffälligen Internetnutzung noch das Angebot kostenloser telefonischer Kurzberatungen oder einer kostenlosen Online-Therapie in Kooperation mit den Universitäten Mainz und der Freien Universität Berlin.

Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sind davon überzeugt, dass eine solche Hilfe gerade in der jetzigen Zeit von besonderer Wichtigkeit ist und jeder davon profitieren kann. Denn auch die unauffälligen Internetnutzenden bekämen spannende Informationen, die dazu beitragen könnten, nicht in einen ungesunden Internetkonsum abzurutschen. Deshalb sind alle Interessierten sehr herzlich eingeladen, an der Studie teilzunehmen und die App auszuprobieren. Weitere Informationen sind auf der Internetseite SCAVIS.net zu finden. Die smart@net App ist auf Android- und Apple-Geräte verfügbar und kann kostenlos im App Store oder im Play Store heruntergeladen werden. Die Teilnahme ist ab sofort bis Ende Mai 2022 möglich.

Der Forschungsverbund der SCAVIS-Studie wird von der CONVEMA Versorgungsmanagement GmbH geführt und vom Innovationsfonds gefördert. Weitere Informationen unter www.scavis.net

Wissenschaftler aus Lübeck und Ulm haben eine Smarthone-App entwickelt.

Wissenschaftler aus Lübeck und Ulm haben eine Smarthone-App entwickelt.


Text-Nummer: 148961   Autor: Uni Lübeck/Red.   vom 15.12.2021 um 09.41 Uhr

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