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Falsche Polizisten erbeuten wertvollen Schmuck

Lübeck - St. Gertrud: Archiv - 15.12.2021, 14.18 Uhr: Am Dienstagnachmittag, 14. Dezember, wurde eine Seniorin von unbekannten Tätern betrogen. Ein vermeintlicher Polizeibeamter gab am Telefon vor, dass ihr Ehemann einen Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem eine junge Frau tödlich verletzt worden sei. Durch die Staatsanwaltschaft Lübeck sei deswegen Haftbefehl erlassen worden. Nur eine Kautionszahlung könne die Inhaftierung abwenden.

Gegen 15.15 Uhr wurde die 69-jährige Geschädigte über ihren Festnetzanschluss kontaktiert. Der Anrufer gab sich als Polizeihauptkommissar aus und erklärte der Seniorin, dass gegen ihren Ehemann, infolge der Verursachung eines tödlichen Verkehrsunfalles, Haftbefehl erlassen worden sei. Derzeit würde er sich noch in ärztlicher Behandlung in einem Krankenhaus befinden. Um eine Aussetzung des Haftbefehls herbeizuführen, solle sie das im Tresor befindliche Bargeld zur Verfügung stellen. Da die Geschädigte beteuerte, über keinerlei Barmittel zu verfügen, bot sie stattdessen an, ihren Schmuck zur Begleichung der Kaution bereitzustellen. Den Schmuck im Wert von mehreren zehntausend Euro verpackte die Seniorin nach Aufforderung des Anrufers in einem Umschlag und begab sich daraufhin absprachegemäß zu einem Parkplatz im Einmündungsbereich der Adolfstraße und der Straße Lange Reihe. Hier fand gegen 16.40 Uhr die Übergabe an einen vermeintlich anderen Polizeibeamten statt.

Beinahe während des gesamten Tatgeschehens wurde das Telefonat zwischen der Lübeckerin und dem unbekannten Tatverdächtigen aufrechterhalten. Dieser habe immer wieder Anweisungen erteilt und die Geschädigte zur Schweigepflicht aufgerufen.

Das Kommissariat 13 der Bezirkskriminalinspektion Lübeck führt die Ermittlungen wegen des Verdachts des Betruges und bittet Zeugen, die am 14. Dezember 2021 in der Zeit zwischen 15.15 Uhr und 16.40 Uhr verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich der Adolfstraße oder Lange Reihe beobachtet haben, sich unter der Rufnummer 0451/1310 oder per E-Mail an K13.Luebeck.BKI@polizei.landsh.de zu melden.

Symbolbild.

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Text-Nummer: 148986   Autor: PD Lübeck   vom 15.12.2021 um 14.18 Uhr

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