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Jugend forscht: Schleswig-Holstein räumt doppelt ab

Schleswig-Holstein: Archiv - 20.12.2021, 11.27 Uhr: Jedes Jahr zeichnet die Christoffel-Blindenmission (CBM) beim Wettbewerb der Stiftung Jugend forscht Innovationen für Menschen mit Behinderungen aus. Gleich zwei Erfindungen für Menschen mit Behinderungen aus Schleswig-Holstein konnten dieses Mal die Jury überzeugen. Nach dem Landessonderpreis der CBM stehen sie jetzt auch beim Bundessonderwettbewerb der CBM auf dem Siegertreppchen. Freuen können sich Carl Jacob Schreiber (16) und Thule Reeps (18) über den zweiten Platz in ihrer Alterskategorie.

Die beiden Schüler der Stiftung Louisenlund haben die Funktion von Blindenstock und Rollator kombiniert. Vor ihnen liegt einzig ein Forschertrio aus Nordrhein-Westfalen. In der Alterskategorie Schüler experimentieren (U14) hat eine Tür überzeugt, die sich automatisch und per Hand öffnen lässt. Amelie Werner (14) und Milana Glanznig (14) sind die Tüftlerinnen, die hinter dieser Entwicklung stehen. Die Schülerinnen der Theodor-Storm-Schule in Husum erhalten ebenfalls den zweiten Preis. Sie wurden nur von zwei bayrischen Erfinderinnen überholt.

Aus allen Landessiegern des CBM-Sonderpreises kürt die Entwicklungsorganisation Bundessieger. Die vier Schülerinnen und Schüler aus Schleswig-Holstein haben sich mit den besten Jungforschern Deutschlands gemessen und überzeugt. Dafür erhalten die beiden Forscherteams jeweils 200 Euro.

Zweiter Platz in der Alterskategorie Jugend forscht: Mit dem Rollator in die Freiheit Menschen, die zugleich Seh- und Gehprobleme haben, sind zur sicheren Fortbewegung bisher auf menschliche Unterstützung angewiesen. Mit einem Rollator können sie nicht gleichzeitig einen Taststock nutzen. Ein smarter Rollator überwindet jetzt auch diese Hürde und überzeugt als Geh- und Orientierungshilfe in einem. Carl Jacob Schreiber und Thule Reeps stecken hinter dieser Entwicklung. Sie bedienen sich der Ultraschalltechnik, um den Rollator Hindernisse in der Fahrbahn erkennen zu lassen. Werden Abstände zu knapp, warnen vibrierende Handgriffe ihre Nutzer vor dem potenziellen Hindernis. Dank dieses haptischen Feedbacks können Personen trotz Geh-, Seh- und sogar Hörproblemen sturzsicher mobil bleiben.

Zweiter Platz in der Alterskategorie Schüler experimentieren: Türöffner zur Inklusion Die Tür von Amelie Werner und Milana Glanznig lässt sich sowohl von Hand öffnen als auch per Knopfdruck. Dies funktioniert durch einen Linearmotor, der im Boden eingebaut ist. An dessen Ende sitzt ein starker Magnet. An der Unterkante der Tür ist eine Eisenschiene befestigt. Wird nun der Motor durch Knopfdruck aktiviert, bewegt sich die Tür ganz einfach per Magnetkraft. Da der Motor im Boden sitzt und nicht an der Tür selbst, wird er nicht beschädigt, wenn die Tür mit Muskelkraft geöffnet wird. Für Rollstuhlfahrer einfach großartig. Denn jeder, der im Rollstuhl unterwegs ist, kennt den Frust, wenn Türen zum Hindernis werden. Gleichzeitig geht die Mechanik nicht kaputt, wenn jemand beherzt zum Türgriff greift.

Erstplatzierte aus NRW und Bayern Die Jury der CBM war von allen Gewinnern sehr beeindruckt. Getoppt wurden die beiden Innovationen aus Schleswig-Holstein nur von einer Einkaufshilfe für kleinwüchsige Menschen und einem Gesellschaftsspiel in Braille-Edition.

Ein smarter Rollator überzeugt als Geh- und Orientierungshilfe in einem.

Ein smarter Rollator überzeugt als Geh- und Orientierungshilfe in einem.


Text-Nummer: 149061   Autor: CBM/Red.   vom 20.12.2021 um 11.27 Uhr

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