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IHK zu Lübeck fordert weniger Steuern auf Energie

Lübeck: Archiv - 23.12.2021, 12.53 Uhr: Die Wirtschaft im Hansebelt leidet nach wie vor unter der Coronakrise. Um die Folgen der Pandemie zu bewältigen, seien weiterhin höchste Anstrengungen der Unternehmen, finanzielle Unterstützung durch den Staat und ein Zusammenspiel aller Beteiligten aus Staat und Wirtschaft erforderlich. Die IHK zu Lübeck wird die Unternehmen und die Region im kommenden Jahr weiter auf dem Weg aus der Krise begleiten. Das kündigten Präses Friederike C. Kühn und Hauptgeschäftsführer Lars Schöning an.

Im zu Ende gehenden Jahr hat sich die Lage der Wirtschaft kaum verbessert. „Unsere Konjunkturumfragen und Gespräche mit Unternehmensvertretern deuteten bis zum Herbst zwar auf eine Konsolidierung hin. Unter den Umständen einer Pandemie ist das aber kein wirklicher Lichtblick“, so Kühn. Der Fachkräftemangel hat die Bewältigung der Pandemiefolgen bereits als größte Herausforderung abgelöst, auch Lieferengpässe und steigende Energiepreise halten fast alle Branchen in Atem. Die nie da gewesene Preissituation bei Strom und Gas und auch deren Verfügbarkeit hat massive Auswirkungen auf die Unternehmen: Anlagen werden stillgelegt, Produktionen gedrosselt und wichtige Investitionen in das Kerngeschäft, aber auch in Energieeffizienz und Klimaschutz, werden gestrichen. In diesem Ausnahmezustand fordert die IHK ein schnelles und kurzfristig wirksames Maßnahmenpaket mit temporärer Reduktion der Umlagen für Energie sowie dem temporären Absenken der Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß. „In Industrie und Exportwirtschaft gibt es weniger Aufträge, die Stimmung im Einzelhandel und Gastronomie ist in der Vorweihnachtszeit gekippt, da wegen der Corona-Beschränkungen weniger Kunden kommen“, betonte die Präses. Allein der Tourismus habe sich im Sommer und im Herbst behaupten können.

Die Erwartungen der Wirtschaft an die neue Bundes- und die künftige Landesregierung seien hoch. „Wirtschaft braucht vor allem Planungssicherheit und Freiheit. Nur so können sich die Märkte entwickeln, und nur so kann Marktwirtschaft funktionieren. Schon zur Bundestagswahl haben wir weniger Regulatorik von der Politik gefordert“, so Kühn. Die IHK sieht die neue Bundesregierung in der Pflicht, mit einer zukunftsorientierten Steuer-, Finanz- und Energiepolitik die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und des Standorts insgesamt zu verbessern. „Freiheit und Verantwortung müssen wieder Hand in Hand gehen“, betonte die Präses. Dieser Themenkomplex steht auch im Mittelpunkt des digitalen IHK-Neujahrsempfangs 2022. Festredner ist der Trendforscher Oliver Leisse, der einen Blick auf die größten Herausforderungen der Zukunft werfen und Lösungsansätze aufzeigen wird. Weitere Informationen und Anmeldungen: www.ihk-sh.de/njeLuebeck.

Im Verbund mit ihren Schwesterkammern in Flensburg und Kiel wird die IHK zu Lübeck ein Positionspapier zur Landtagswahl im Mai erstellen. Schöning: „Unser Ziel ist es, dass die Politik die Leistungen und Verantwortungsbereitschaft der Unternehmen vor allem in der Krise anerkennt und ihnen mehr Vertrauen entgegenbringt, anstatt ihnen immer neue Regelungen, Vorschriften und Bürokratie aufzuerlegen.“ In der Wirtschaft gebe es zum Beispiel schon seit langem einen Bewusstseinswandel dafür, Ökonomie und Ökologie in Einklang zu bringen. „Nachhaltigkeit gehört längst zum Geschäftsmodell. Dabei können Unternehmen Ressourcen schonen und Energie sparen oder innovative Produkte auf den Markt bringen.“ Die Energiewende sei allerdings ein großer Kraftakt für Wirtschaft, Staat und Verbraucher. Daher sollte der Staat Anreize für Innovationen geben, so Schöning. Die IHK zu Lübeck werde weiterhin ihren gesetzlichen Auftrag der Politikberatung und Vertretung der Interessen der regionalen Wirtschaft erfüllen und einen konstruktiven Dialog mit Politik und Verwaltung führen. Wie in der laufenden Legislaturperiode werden die IHKs den künftigen Koalitionsvertrag regelmäßig einer kritischen Revision unterziehen und den Stand der Erfüllung öffentlichkeitswirksam kommentieren.

Hauptgeschäftsführer Lars Schöning und Präses Friederike C. Kühn fordern schnelles und entschiedenes Handeln gegen die Folgen der Pandemie. Foto: IHK/Tietjen

Hauptgeschäftsführer Lars Schöning und Präses Friederike C. Kühn fordern schnelles und entschiedenes Handeln gegen die Folgen der Pandemie. Foto: IHK/Tietjen


Text-Nummer: 149121   Autor: IHK/red.   vom 23.12.2021 um 12.53 Uhr

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