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VfB-Vorstand tritt nach neun Jahren ab

Lübeck: Mit dem 31. Dezember 2021 endet beim VfB Lübeck eine Ära. Nach neun Jahren geht die Amtszeit des bisherigen Vorstands des VfB Lübeck zu Ende, bestehend aus Thomas Schikorra, Andreas Popien und Florian Möller, die zuletzt noch kommissarisch im Amt waren. Alle drei haben – zwischenzeitlich ergänzt von Patrick Schymura, Wolf Müller und Michael Hopp – den Verein in diesen Jahren maßgeblich geprägt.

„Ich möchte mich stellvertretend für den Verein, den Aufsichtsrat und alle Menschen, die dem VfB verbunden sind, sehr herzlich bei Thomas, Andreas und Florian bedanken für die großartige Arbeit der vergangenen Jahre“, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Rehder. „Nachdem ich in den vergangenen Wochen erlebt habe, wie viel Zeit so ein Amt in Anspruch nimmt und wie viel Verantwortung damit verbunden ist, kann ich nur den Hut ziehen vor dem Aufwand, den alle drei für unseren Verein geleistet haben.“ Der neue Vorstand wird noch in dieser Woche bekanntgegeben.

Der Vorstand war in dieser Besetzung in der größten Krise des Vereins angetreten, um den VfB wieder in sicheres Fahrwasser zu führen. Vom Beginn im Januar 2013, als die zweite Insolvenz eröffnet worden war und binnen kurzer Zeit mit großen Kraftanstrengungen zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht wurde, über den direkten Wiederaufstieg in die Regionalliga 2014, mehrere Pokalsiege, die Etablierung professioneller sportlicher Strukturen in den folgenden Jahren, den auf dem Feld und am grünen Tisch erkämpften Drittliga-Aufstieg 2020 und erhebliche Verbesserungen rund um die Stadion- und Vereinsinfrastruktur – die vergangenen neun Jahre waren reich an positiven Aspekten und nachhaltigen Fortschritten.

„Wir haben gemeinsam viele schöne Momente mit unserem Verein erlebt und auch einige schwierige Zeiten durchlebt. Es sind dabei echte Freundschaften entstanden. Ich freue mich insbesondere, dass wir es trotz der Professionalisierung geschafft haben, immer auch unseren eigenen Weg zu gehen“, bilanziert der bisherige Vorstandsvorsitzende Thomas Schikorra. „Selbstverständlich haben auch wir nicht alles richtig gemacht. Aber wenn man sich die Entwicklung des Vereins ansieht und sich unser Stadion heute anschaut, dann bin ich sicher, dass wir Bleibendes geschaffen haben, wovon der Verein auch in den nächsten Jahren weiter profitieren wird.“ Der 58-jährige Rechtsanwalt, der bereits vor einigen Monaten seinen Rückzug angekündigt hatte, wird dem VfB auch ohne offizielles Amt eng verbunden bleiben.

Gleiches wird für Andreas Popien gelten. Der 61-jährige Steuerberater verantwortete neun Jahre lang den schwierigen Part der Finanzen. „Es waren sehr interessante, aber auch sehr arbeitsintensive Jahre in einem tollen Team. Die Aufgabe hat immer viel Freude gemacht. Ich habe viele wertvolle Einblicke in den Profifußball gewonnen. Wir haben den Verein ganz unten übernommen und einiges nach vorne gebracht. Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge, der Zeitaufwand war zuletzt immer schwerer zu leisten. Aber ich werde dem Verein immer mit Rat und Tat zur Seite stehen, wenn es gewünscht ist.“

Dem Verein erhalten bleiben wird Florian Möller – allerdings nicht als Vorstandsmitglied, sondern weiterhin als Geschäftsstellenleiter. Der 40-Jährige kann sich mit der neuen Aufgabenteilung gut arrangieren. „Ich bin stolz, meinen Verein neun Jahre an vorderster Front begleitet zu haben. Ich habe nie nach diesem Amt gestrebt, aber Anfang 2013 waren dann auch nicht mehr so wahnsinnig viele Menschen da, die Verantwortung übernehmen wollten. Gemeinsam mit Thomas und Andreas hat das unglaublich viel Spaß gemacht, auch, weil wir uns perfekt ergänzt haben und wir auch menschlich immer auf einer Wellenlänge lagen.“ Nun entschied sich der Aufsichtsrat einerseits, mit einem komplett neuen Vorstand in die kommenden Jahre zu gehen, auf der anderen Seite aber auch die Aufgaben des Tagesgeschäfts noch mehr in die Hände der hauptamtlichen Mitarbeiter, angeführt weiterhin von Florian Möller, zu legen.

Möller als derjenige, der den Verein derzeit am besten kennt und bei dem die meisten Drähte zusammenlaufen, wird den neuen Vorstand in verantwortlicher Form unterstützen. Er betont: „Es verdient allergrößten Respekt, dass es unserem Aufsichtsrat gelungen ist, neue Mitstreiter für unseren Verein zu gewinnen. Vor allem aber, dass drei Personen bereit sind, in diesen nach wie vor sehr herausfordernden Zeiten, von denen auch weiterhin niemand wirklich weiß, wie lange uns diese noch begleiten werden, Verantwortung zu übernehmen. Ich freue mich darauf, auch künftig ein Teil meines Vereins zu sein und die neuen Vorstände mit all meiner Energie und dem Erfahrungsschatz aus mittlerweile mehr als 16 Jahren hauptamtlicher Tätigkeit im Verein zu unterstützen.“

Der VfB bekommt im neuen Jahr einen neuen Vorstand.

Der VfB bekommt im neuen Jahr einen neuen Vorstand.


Text-Nummer: 149170   Autor: VfB   vom 27.12.2021 um 19.25 Uhr

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