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Silvester: Lübeck erlässt Pflicht zum Abstand halten

Lübeck: Der Bürgermeister hat eine neue Allgemeinverfügung erlassen. Zum Jahreswechsel gilt in großen Teilen der Altstadt, auf vielen Plätzen, Parks, Treffpunkten und Promenaden die Maskenpflicht und ein Abstandsgebot zwischen Personen, die nicht aus einem Haushalt stammen, vom mindestens 1,5 Meter.

Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau mahnt angesichts der Ausbreitung der hochansteckenden Omikronvariante zur besonderen Vorsicht an Silvester und Neujahr: "Auch wenn es an Silvester und Neujahr schwerfällt, meiden Sie Menschenansammlungen, halten Sie Abstand, tragen Sie eine Maske und seien Sie achtsam zu Ihren Mitmenschen. Das dient Ihrem Schutz und dem Ihrer Freunde, Bekannten und Angehörigen. Nur gemeinsam werden wir es schaffen, den Coronavirus zu besiegen."

Die Allgemeinverfügung gilt von 31. Dezember 2021, 18 Uhr, bis zum 1. Januar 2022, 18 Uhr, für folgende Bereiche:

Bereich Innenstadt / Bahnhof

Mühlenbrücke
Mühlenstraße
Klingenberg
Sandstraße
Kohlmarkt
Markt
Breite Straße
Koberg
Pfaffenstraße
Beckergrube zwischen Breite Straße und Schüsselbuden
Schrangen
Königstraße
Hüxstraße
Pfaffenstraße
Holstentorplatz
Mittlere Wallhalbinsel zw. Holstentorplatz und Drehbrücke
Nördliche Wallhalbinsel
Dachterrasse Europäisches Hansemuseum
Drehbrückenvorplatz
An der Untertrave
An der Obertrave
Burgtorbrücke

Bereich St. Gertud

Hafenstraße Schuppen 10/11
Eric-Warburg-Brücke
Drägerpark
Grünanlage vor Tor der Hoffnung
Grünanlage Falkenwiese
Beidseitiger Uferweg zwischen Hubbrücke und Hüxtorbrücke einschließlich der Hüxwiese und der Stellplatzanlagen an der Kanalstraße
Stadtpark
Meesenplatz
Kaufhof (Schlutuper Straße / Marlistraße)
Behaimring
Huntenhorster Weg

St. Jürgen

Carlebachpark

St. Lorenz Nord

Ziegelstraße zw. Ziegelteller und Mozartstraße

Kücknitz

Kirchplatz
Tilsitstraße
Ostpreußenring
Hochofenstraße

Travemünde

Vorderreihe einschließlich Fährvorplatz Autofähre
Travepromenade
Strandpromenade
Strand Travemünde
Brüggmanngarten
Grünstrand
Priwallpromenade
Kohlenhofkai einschließlich Kohlenhofspitze und Fährvorplatz Autofähre
Priwallstrand
Dünenweg
Seeweg

Eine Übersicht aller betroffenen Bereiche ist online unter www.luebeck.de/silvester abrufbar.

Ausnahmen bei der Maskenpflicht

- für Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr,
- für Personen, die aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können und dies unter Vorlage eines ärztlichen oder psychotherapeutischen Attests glaubhaft machen können,
- für Gebärdensprachdolmetscher oder Kommunikationshelfer, die für Personen mit Hörbehinderung tätig sind und ein das ganze Gesicht abdeckendes Visier verwenden und
- bei der Nahrungsaufnahme und beim Rauchen, sofern dies jeweils im Sitzen oder Stehen erfolgt.

Die Begründung der Stadtverwaltung

Die Hansestadt Lübeck ist deshalb angesichts der anhaltenden Dynamik des Infektionsgeschehens aus Gründen des Gesundheitsschutzes und Aufrechterhaltung des Gesundheitsdienstes gehalten, Maßnahmen zu ergreifen, um ein Ansteigen der Infektionsfälle und der Hospitalisierung zu vermeiden, die sonst noch weitergehende Eingriffe in die Grundrechte erfordern würde.

Das Infektionsgeschehen in der Hansestadt Lübeck gestaltet sich weiter diffus, da Hotspots oder gehäufte Cluster nicht signifikant erkennbar sind. Die Viruszirkulation auf Bevölkerungsebene hält weiter an.

Am Silvesterabend bzw. Silvesternacht ist zu erwarten, dass es in bestimmten Bereichen auf dem Lübecker Stadtgebiet traditionell durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern zu Menschenansammlungen kommt. Hier ist damit zu rechnen, dass der Mindestabstand unterschritten und es zur unkontrollierten Durchmischung der Personengruppen kommt.

Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern verursachte in den letzten Jahren vermehrt Rettungseinsätze und die Verbringung zur notärztlichen Versorgung in Kliniken und Krankenhäuser. Diese Einsätze belasten zusätzlich das Gesundheitssystem. Zum Schutz von Leib und Leben ist es erforderlich, genügend medizinische und pflegerische Kapazitäten für die Aufnahme von Covid-19-Patienten sowie für unabweisbare Behandlungen und Notfälle freizuhalten. Das Risiko einer Verletzung durch Feuerwerkskörper ist in diesem Sinne ein vermeidbares Risiko für das Gesundheitssystem.

Das Verbot des Verkaufs von Feuerwerkskörpern durch die Vierte Verordnung zur Änderung der der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz, in Kraft seit dem 24.12.2021, wird nicht vollständig ausschließen können, dass Personen in den Besitz von Feuerwerkskörpern der Kategorie F 2-4 gelangen, entweder durch Rückgriff auf vorhandene Bestände oder über Beschaffungswege außerhalb des regulären Handels.

Am Neujahrstag ist darüber hinaus in Abhängigkeit von der Wetterlage nach allgemeiner Erfahrung mit Menschenansammlungen zu rechnen, die zu unkontrollierten Vermischungen von unterschiedlichen Haushalten führen können. Das betrifft insbesondere die Bereiche im Stadtteil Travemünde, aber auch entlang von Gehwegen an der Peripherie der Innenstadt. Ferner besteht hier das erhöhte Risiko, dass Tourismusgäste den Coronavirus in ihre Heimatregion mitnehmen und dort die Lage des öffentlichen Gesundheitsdienstes verschärfen. Gleichzeitig ist gerade bei ungeimpften Personen nicht auszuschließen, dass es zu einem schweren Krankheitsverlauf mit notwendiger Hospitalisierung auch in der Hansestadt Lübeck kommt.

Die entsprechenden Hinweise wurden bereits aufgehängt. Foto: Helge Normann

Die entsprechenden Hinweise wurden bereits aufgehängt. Foto: Helge Normann


Text-Nummer: 149194   Autor: Presseamt Lübeck/red.   vom 29.12.2021 um 17.00 Uhr

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