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Getrübte Aussichten im Handwerk

Lübeck: Archiv - 10.01.2022, 10.21 Uhr: Die konjunkturelle Entwicklung im schleswig-holsteinischen Handwerk verlief im vierten Quartal 2021 weitgehend stabil. Angesichts der erneuten Verschärfung der Pandemiesituation rechnen Teile des Handwerks jedoch mit einem schwierigeren Jahresbeginn.

Im Kammerbezirk Lübeck berichteten im vierten Quartal 57 Prozent von einer guten, 31 Prozent von einer befriedigenden und 12 Prozent von einer schlechten Geschäftslage (3. Quartal: 59, 32 und 9 Prozent). Auftragsbestand und Umsätze erhöhten sich gegenüber dem Vorquartal leicht. Die Investitionen blieben nahezu unverändert. Auch die Beschäftigtenzahlen waren weiterhin stabil. 44 Prozent der Betriebe berichteten jedoch von steigenden Verkaufspreisen.

Unter den einzelnen Gewerbegruppen wurden die positivsten Lageeinschätzungen aus dem Ausbauhandwerk (76, 17 und 7 Prozent) und dem Bauhauptgewerbe (71, 29 und 0 Prozent) gemeldet. Überwiegend als gut eingeschätzt wurde die Geschäftslage auch im Gesundheitshandwerk (67, 11 und 22 Prozent) und im Handwerk für den gewerblichen Bedarf (57, 35 und 8 Prozent). Von einer überwiegend befriedigenden Situation berichteten das personenbezogene Dienstleistungshandwerk (30, 47 und 23 Prozent), das Kraftfahrzeughandwerk (40, 45 und 15 Prozent) sowie das Nahrungsmittelhandwerk (36, 43 und 21 Prozent).

Ralf Stamer, Präsident der Handwerkskammer Lübeck und Schleswig-Holstein, ist angesichts der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen durchaus zufrieden mit dieser Entwicklung: „Im Herbst 2021 hat sich im Handwerk der Erholungsprozess fortgesetzt, der bereits im Frühjahr begonnen hatte. Zahlreiche Gewerke waren zwar weiterhin von Preissteigerungen sowie teilweise von Lieferengpässen bei Baumaterialien und Vorprodukten betroffen, aber die Auftragslage ist in großen Teilen des Handwerks dennoch gut.“

Für das erste Quartal 2022 erwarten 67 Prozent der Handwerksbetriebe in Schleswig-Holstein eine gleichbleibende Entwicklung und 13 Prozent eine Verbesserung der Geschäftslage. 20 Prozent rechnen jedoch mit einer Verschlechterung ihrer Situation. Überproportional stark erwarten Betriebe des personenbezogenen Dienstleistungshandwerks und des Nahrungsmittelhandwerks eine negative Entwicklung – also die Gewerbegruppen, die schon bisher am stärksten unter der Corona-Pandemie gelitten haben.

Im Gesamthandwerk dürften die Aufträge, die Umsätze und die Investitionen aber auf dem bisherigen Niveau bleiben. Zudem rechnet die große Mehrheit der Betriebe mit stabilen Beschäftigtenzahlen. 63 Prozent der Betriebe gehen davon aus, dass die Verkaufspreise im Handwerk aufgrund des anhaltenden Preisauftriebs bei Rohstoffen und Materialien weiter ansteigen werden.

Ralf Stamer ist Präsident der Handwerkskammer Lübeck.

Ralf Stamer ist Präsident der Handwerkskammer Lübeck.


Text-Nummer: 149346   Autor: HWK/red.   vom 10.01.2022 um 10.21 Uhr

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