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Schüler Union: ÖPNV muss schülerfreundlicher werden

Schleswig-Holstein: In den vergangenen Jahrzehnten ist unsere Gesellschaft immer mobiler und vernetzter geworden. Der Austausch zwischen Kreis- und Landesgrenzen hinweg sei Alltag, jedoch aktuell nur erschwert bestreitbar für Schüler: Denn bis jetzt gäbe es keine Möglichkeiten sich kostengünstig mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) durch Schleswig-Holstein, in die Freie und Hansestadt Hamburg oder in das Grenzgebiet Süddänemarks zu begeben, kritisiert die Schüler Union Schleswig-Holstein.

Da der Großteil der Schülerschaft aufgrund des jungen Alters sowie mangelnder finanzieller Mittel keine Fahrerlaubnis, beziehungsweise kein Kraftfahrzeug besitze, sei die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel in vielen Fällen alternativlos. Diesen Umständen werde das Land Schleswig-Holstein und die Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein GmbH, bezogen auf die Preise, nicht gerecht, erläutert Leon Lienau, Landesvorsitzender der Schüler Union Schleswig-Holstein.

Schülerinnen und Schüler hätten zwar die Möglichkeit, Monatskarten im Stadtgebiet oder auf einzelnen Strecken zu erwerben, jedoch sei dies nicht mehr adäquat an den Nöten der Schülerinnen und Schüler angepasst. Insbesondere im ländlichen Raum sei ein attraktives ÖPNV-Ticket nicht vorhanden, findet die Schüler Union. So müssten Schülerinnen und Schüler über 14 Jahre beispielsweise für eine einfache Hin- und Rückfahrt in der zweiten Wagenklasse auf der Strecke Eckernförde nach Kiel Hauptbahnhof 17,50 Euro bezahlen. Diese und weitere extrem hohe Preise seien, laut Lienau, für die meisten Schülerinnen und Schüler – insbesondere aus finanzschwachen Familien – nicht aufbringbar. Um der Schülerschaft eine bessere Mobilität zu gewährleisten, sei es also laut der Schüler Union notwendig, wie in anderen Bundesländern getestet, vergünstigte oder ermäßigte Schülertickets anzubieten.

Schülerinnen und Schüler müssten, wenn sie ein Fahrrad mit sich führen, zudem eine Fahrradtageskarte für meistens 4,50 Euro lösen. Eine Ausnahme stelle hier der Hamburger Verkehrsverbund dar: Hier müsse "nur" in den Regionalbahnen 3,50 Euro bezahlt werden, sonst ist die Fahrradmitnahme kostenlos. Da das Fahrrad nach wie vor mit das wichtigste Fortbewegungsmittel für Schülerinnen und Schüler sei, stelle diese Fahrradtageskarte eine weitere zusätzliche finanzielle Belastung dar.

Vor allem unter dem Aspekt, dass die Fortbewegung klimaneutral werden solle, sei es kontraproduktiv, mit solchen Tickets den ÖPNV für Schülerinnen und Schüler unattraktiv zu gestalten, erklärt Lienau. Das gängige Argument, es gäbe nicht genug Kapazitäten für mehr Fahrräder in Bussen und Bahnen, könne laut Lienau nicht gelten. Ihm zufolge müsse endlich das Ziel, den ÖPNV massiv auszubauen, energisch weiterverfolgt werden.

Nicht immer schülerfreundlich: Der ÖPNV in Schleswig-Holstein. Symbolbild: Archiv.

Nicht immer schülerfreundlich: Der ÖPNV in Schleswig-Holstein. Symbolbild: Archiv.


Text-Nummer: 149409   Autor: JU SH/Red.   vom 13.01.2022 um 11.48 Uhr

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