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Fahrrad- Leihsystem soll in einem Jahr starten

Lübeck: Im Juni 2017 hat die Bürgerschaft einen Bericht zur Einrichtung eines Fahrrad-Leihsystems gefordert. Jetzt gibt es zumindest eine grobe Planung. In einem ersten Schritt sollen 60 Leihstationen mit 600 Rädern im Bereich des Bahnhofs sowie der Lübecker und Travemünde Altstadt entstehen.

Nach den Erfahrungen mit den E-Rollern ist für die Stadtverwaltung klar: Die Leih-Fahrräder müssen an festen Stationen abgeholt und abgestellt werden. Dabei wird auch geprüft, ob man die E-Roller in ein solches Konzept einbinden kann.

Die Verwaltung hat auch eine Kostenschätzung vorgelegt. 60 Stationen werden einmalig 302.500 Euro kosten. Dazu kommt der Betrieb und die Anschaffung von Fahrrädern mit jährlich 402.500 Euro. Weitere 260.000 Euro fallen für die Ausschreibung, Werbung, App-Entwicklung und Verwaltungskosten an. Der laufende Betrieb soll von einem Unternehmen übernommen werden. Aktuell gibt es viele Fördermöglichkeiten für Rad-Projekte. Damit wird der städtische Anteil entsprechend reduziert.

Um das Angebot attraktiv zu gestalten, sollen große Arbeitgeber, dazu gehört auch die Stadtverwaltung, eingebunden werden. Für Bus-Kunden wird es Rabatte geben. Bei den Kosten der Nutzung gibt es viele Überlegungen: Monats- oder Minutenpreis, aber auch eine kostenlose Nutzung bis 30 Minuten ist denkbar.

In einem zweiten Schritt sollen 20 weitere Stationen mit 200 Fahrrädern in weiteren Stadtteilen entstehen, später könnten auch in ländlichen Regionen zehn weitere Leih-Stationen aufgestellt werden.

Der Bauausschuss berät die Vorschläge am kommenden Montag. Die Vorlage ist abrufbar unter www.luebeck.de

Das Leih-System für Fahrräder könnte im Frühjahr 2023 starten, wenn die Politik zustimmt. Foto: Archiv

Das Leih-System für Fahrräder könnte im Frühjahr 2023 starten, wenn die Politik zustimmt. Foto: Archiv


Text-Nummer: 149418   Autor: VG   vom 13.01.2022 um 13.05 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Walter Koch

schrieb am 13.01.2022 um 13.55 Uhr:
Bei einer kostenlosen Nutzung könnte das für die Nutzer interessant werden. Wer leiht sich ansonsten ein Fahrrad, welches zu einer Station gefahren werden soll, wenn an jeder Ecke E-Roller stehen, die man auch noch einfach irgendwo abstellen kann?
Aber warum muss das die Hansestadt Lübeck oder der Stadtverkehr bezahlen? Mit der gleichen Logik könnte man auch das Busfahren in Elektrobussen kostenfrei stellen. Ist halt gut für die Umwelt. Demnächst übernimmt dann auch der Bund die Kosten fürs Bahnfahren, weil die Züge schließlich mit Ökostrom fahren?

Joerger

schrieb am 13.01.2022 um 14.40 Uhr:
Macht doch die Leihstationen auf dem Mittelstreifen in der Fackenburger Allee...

Fiete Senfgeber

schrieb am 13.01.2022 um 14.48 Uhr:
Gute Idee! Wäre richtig flexibel und unkompliziert, wenn Taster Stadtverkehr mit eine App betreiben würde. Gleich Busfahrschein und Fahrradmiete gegenseitig zubuchbar! Weitere Stationen an Bus-Endstellen. Auf den Alleen (auch nach Schlutup) müssten dann die Busse nur noch mind. alle 15 Minuten Fahren (von 6:00-18:00)! Smart City 😃

Steffen Peters

schrieb am 13.01.2022 um 15.17 Uhr:
NEEEEINNNN - die Kommentarfunktion geht wieder! Ich ahne Schlimmes...
Aber zum Thema: sehr schön, daß auch hier endlich auf "muskelbetriebene Fortbewegung" gesetzt wird.
Und dazu noch mit variabler nutzung.
Nur so können wir die Verkehre in Zukunft besser lenken und uns von der Blechlawine erholen. Es gibt genügend Metropolen, wo das hervorragend funktioniert - nur in Lübeck setzen alle auf den individual-PKW.
Wir müssen davon weg! Nicht nur wegen der Umwelt - auch wegen der Verschwendung von Ressourcen wie Platz,Entschleunigung oder gar Bewegung(-smangel).
Nur der Bereich ÖPNV krankt noch ganz massiv in diesem Zusammenhang.

M.W. Resag

schrieb am 13.01.2022 um 17.03 Uhr:
Welch ein indeologisierter Unsinn mit dem unsere Steuergelder noch weiter verscherbelt werden sollen! Einen weiteren Beweis, daß allein eine Radfahrermentalität diese Stadt regiert hätte es wahrlich nicht gebraucht. Man kann Fahrräder gern vermieten, aber dies bitte privater Initiative überlassen. Wenn sich da nichts tut, wird es auch nicht gebraucht. Vielleicht möchte man ja den Hunderten von E-Rollern, die überall im Weg herumliegen, weitere Schrotthaufen hinzufügen, es gilt ja zu demonstrieren, welchen Geistes Kind diese Stadt sein will.

Walter Esser

schrieb am 13.01.2022 um 18.36 Uhr:
Bei einem Blick in die Vorlage lacht das Herz des Fahrradideologen und der Kämmerer grämt sich.
Ob ein Bedarf für das Angebot von Leihfahrrädern besteht und wie hoch er sein könnte, wurde nicht ermittelt. Hier genügt das Jammern des Lobbyistenvereins ADFC, dass Lübeck so etwas bisher nicht anbietet, um einfach mal mit 600 Rädern ins Rennen zu gehen. Jedes Fahrrad soll 600€ in der Anschaffung kosten. Dazu kommt ein Zuschussbedarf (Einnahmen – Kosten) von weiteren 600€, der jedes Jahr wieder anfällt! Ein krasses Missverhältnis, denn dafür bekäme man schon ein weiteres Fahrrad. Ein wirtschaftlicher Irrsinn, den sich eine hochverschuldete Stadt wie Lübeck nicht leisten kann, die zudem noch viele weitere verlustträchtige Einrichtungen betreibt wie Stadtverkehr, Seniorenheime, LHG, uvm. und deren jährliche Defizite ausgleichen muss. Vermutlich heiligt der Glaube an die Verkehrswende aber auch diese nicht vorhandenen Mittel.

Tobias Möller

schrieb am 13.01.2022 um 22.22 Uhr:
Die Idee mit den festen Abhol- und Rückgabestationen ist doch gut. Besser als mit diesen Rollern.

Dann noch andere Anlehnbügel entfernen, damit die Leute das Angebot auch nutzen müssen und ihre Schönwetterfreizeitsportgeräte nirgends mehr abstellen können.

Für Berufspendler ist dieses Angebot aber völlig sinn- und nutzlos, wie auch die anderen ÖPNV-Fahrkarten und ähnliche Versuche, weil die Menschen meist außerhalb auf dem Land wohnen und Arbeitszeiten und nichtvorhandene ÖPNV-Anbindung (wo außer dem Schulbus nichts fährt) es überflüssig machen.

Es gibt auch eine Welt hinter dem Ortsausgangsschild, von wo viele Menschen täglich von weit weg nach Lübeck zur Arbeit kommen müssen.
Verkehrsversuche, Parkraumvernichtung, bewusst herbeigeführte Staus und Verkehrsverbote lösen nunmal keine Verkehrsprobleme sondern verursachen immer neue.

Bruno Bär

schrieb am 13.01.2022 um 23.31 Uhr:
Man sieht bei den unsäglichen E Rollern doch wie das enden wird. Die werden lustig durch die Gegend gemüllt.
Mit den Fahrrädern wird es doch ähnlich laufen. Überall wird der Mist rumliegen.
Auch diese populistische Maßnahme ändert nichts an dem unumstößlichen Fakt.
Das Auto ist das Verkehrsmittel der Gegenwart und der Zukunft.
Alternativlos