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Brand in der Hafenstraße: Forderung nach Aufklärung

Lübeck: Archiv - 15.01.2022, 19.32 Uhr: Am Samstag nahmen rund 170 Lübecker an einer Gedenkveranstaltung zur Brandkatastrophe in der Hafenstraße am 18. Januar 1996 teil. Sie forderten erneut, die Ermittlungen wieder aufzunehmen. Zehn Menschen starben damals bei dem Feuer, viele weitere wurden verletzt.

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Der Brand brach damals um kurz nach 3 Uhr am Morgen aus. Betroffen war auch der Treppenraum. Die rund 50 dort in zwei Obergeschossen und dem Dachbereich untergebrachten Flüchtlinge hatten kaum eine Chance, den Flammen zu entkommen. Die Katastrophe sorgte weltweit für Aufregung.

Die Brandursache wurde nie geklärt. Ein Verdächtiger, 21 Jahre alt, wurde angeklagt, jedoch in zwei Instanzen freigesprochen. Es gab Hinweise auf Rechtsradikale aus Mecklenburg. Die konnten für die entsprechende Zeit ein Alibi nachweisen. Die Spur wurde nicht weiter verfolgt.

Die Initiative "Hafenstraße 96" organisiert jährlich Veranstaltung zum Jahrestag. Für die Initiatoren ist es wahrscheinlich, dass es sich um einen Brandanschlag handelte. Sie fordern einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss und neue Ermittlungen. Sie wollen noch in diesem Jahr dem Landtag eine entsprechende Petition übergeben, die nach Angaben der Initiative von fast 8000 Schleswig-Holsteinern unterschrieben wurde.

Am Dienstag, 18. Januar, findet um 18 Uhr eine weitere Veranstaltung am Gedenkstein in der Hafenstraße statt.

Auf dem Markt gedachten rund 170 Menschen den zehn Menschen, die bei dem Brand umgekommen sind. Fotos: JW

Auf dem Markt gedachten rund 170 Menschen den zehn Menschen, die bei dem Brand umgekommen sind. Fotos: JW


Text-Nummer: 149451   Autor: VG   vom 15.01.2022 um 19.32 Uhr

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