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Minifestival: Neue Musik aus Südostasien

Lübeck - Innenstadt: Archiv - 18.01.2022, 13.09 Uhr: Zu einem Minifestival „Zeitgenössische Musik aus Südostasien“ lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) am Samstag, 22. Januar, ab 18 Uhr ein. Spannende Hörerfahrungen erwarten das Publikum, wenn Ensembles der MHL und Gäste südostasiatische Kompositionen für gemischte Instrumente und Stimme präsentieren, die in Deutschland selten zu hören sind.

Die malaysische Musikethnologin Rachel Ong eröffnet das Mini-Festival mit einem Einführungsvortrag „Zeitgenössische Musik aus Südostasien“ am Samstag um 18 Uhr. In drei Konzerten um 19 Uhr, 20.15 Uhr und 21.15 Uhr präsentieren rund 50 junge Interpretinnen und Interpreten im Großen Saal unter Leitung von Maximilian Riefer Einblicke in die ungewohnten Klangwelten des Fernen Ostens. Mitwirkende sind das Ensemble für Neue Musik der MHL, die MHL-Band, das MHL-Vokalensemble und das MHL-Schlagzeugensemble. Zu Gast ist außerdem das Streichquartett aus dem Landesjugendensemble für Neue Musik Schleswig-Holstein. An der Elektronik wirkt Pedro Gonzales Fernandez mit.

Die Studierenden stellen ein vielseitiges Programm mit Werken der führenden Komponisten Südostasiens vor, die an Partnerhochschulen der MHL in Bangkok, in Manila und der Region von Kuala Lumpur lehren. Weitere Werke sind von Tony Prabowo, einer der bekanntesten freischaffenden Komponisten Südostasiens und vom 2004 verstorbenen Harry Roesli zu hören, auch als Frank Zappa Indonesiens gerühmt. Max Riefer, Leiter des Ensembles für Neue Musik, hat einige Jahre in Malaysia gelebt und gearbeitet, wo er mit vielen Musikern der Region und verschiedenen lokalen Musizierformen in Kontakt kam. Viele der Werke hat er quasi im Gepäck mit nach Deutschland gebracht. Bernd Ruf, Johannes Fischer und Imke Frank haben bei der Einstudierung des anspruchsvollen Programms unterstützt. Es gibt Einblicke in einen dynamischen Kulturraum, in dem sich lokale und globale Einflüsse verweben. Wiederkehrende Themen der facettenreichen Kompositionen sind unter anderem die Wahrnehmung von Zeit, Religion und Spiritualität, Körperlichkeit des Klanges und die Auseinandersetzung mit der eigenen ethno-linguistischen Herkunft.

Max Riefer erläutert: „In der Südostasiatischen Musik spielt das gemeinschaftliche Musizieren eine zentrale Rolle, reine Solo-Literatur existiert traditionell nahezu nicht. Dies wirkt sich auch auf die Neue Musik aus. Die komplexen musikalischen Strukturen erfordern nicht nur die Vorbereitung des eigenen Parts, sondern Verständnis für das gemeinsame Erarbeiten eines Werkes, damit das Ensemble zu einem Klangkörper verschmelzen kann.“

Der Eintritt zum Minifestival ist frei und ohne Voranmeldung möglich. Ein 2G-Nachweis und das Tragen einer Maske auch im Konzertsaal sind Voraussetzung.

Max Riefer, Leiter des Ensembles für Neue Musik, hat einige Jahre in Malaysia gelebt. Foto: MHL

Max Riefer, Leiter des Ensembles für Neue Musik, hat einige Jahre in Malaysia gelebt. Foto: MHL


Text-Nummer: 149491   Autor: MHL   vom 18.01.2022 um 13.09 Uhr

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