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Gericht stoppt die Gelbe Tonne

Lübeck: Archiv - 19.01.2022, 20.02 Uhr: Die Gelben Säcke sind seit Jahren ein Ärgernis auf Lübecks Straßen. Sie platzen auf, werden auf die Fahrbahn verweht oder landen in Grünanlagen. Eigentlich sollte dieses Jahr deshalb die Gelbe Tonne eingeführt werden. Die hat das Verwaltungsgericht aber erst einmal gestoppt.

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Anders als die schwarze Restabfall-Tonne sind für die Abholung des Verpackungsmülls nicht die Lübecker Entsorgungsbetriebe zuständig, sondern privat organisierte Duale Systeme. Die werden von den Herstellern der Verpackungen finanziert. Seit 2019 können die Gemeinden dabei allerdings Auflagen machen, wie zum Beispiel die Sammlung per Tonne.

In Lübeck ist man deshalb im Jahr 2018 optimistisch gewesen und hat entschieden, dass die Lübecker zwischen Sack und Tonne wählen können. Das gab aber die kurze Zeit später geänderte gesetzliche Grundlage nicht her. Also wurde auch die Lübecker Entscheidung geändert: In der Innenstadt, in der viele Haushalte keinen Platz für eine weitere Tonne haben, soll am Sack festgehalten werden, in allen anderen Bereichen wird im Jahr 2022 die Tonne eingeführt.

Dagegen klagen die Dualen Systeme vor dem Verwaltungsgericht. Sie argumentieren unter anderem mit Umweltaspekten. Für die Abholung der Tonnen würden mehr Fahrzeuge und mehr Fahrten benötigt werden. Die Entsorgungsbetriebe haben vor dem Verwaltungsgericht mit einem Eilantrag geantwortet, die Tonnen sofort einzuführen. Eine Eilbedürftigkeit sah das Gericht aber nicht. Jetzt muss das Hauptsacheverfahren abgewartet werden. Wann die Lübecker ihre Verpackungen in die Tonne kloppen können, bleibt offen.

Im Original-Ton hören Sie ein Interview von Harald Denckmann mit Cornelia Tews, Sprecherin der Entsorgungsbetriebe Lübeck, zum Thema.

In Lübeck bleibt es vorerst bei der Sack-Sammlung. Fotos: JW/Archiv

In Lübeck bleibt es vorerst bei der Sack-Sammlung. Fotos: JW/Archiv


Hier hören Sie den Originalton:

Text-Nummer: 149512   Autor: VG   vom 19.01.2022 um 20.02 Uhr

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