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Gegendemo: Linke lädt zur Teilnahme ein

Lübeck: Archiv - 02.02.2022, 09.46 Uhr: Seit einigen Monaten finden in einigen Städten jeden Montag sogenannte "Coronaspaziergänge". Diese Demonstrationen würden zusehens radikaler und gewalttätiger, fürchtet die "Die Linke" in Lübeck. Auch in der Hansestadt Lübeck finden diese Demos regelmäßig statt. Man schaue mit großer Sorge um die "demokratische Gesellschaft auf die Organisierenden und Strippenzieher dieser nach außen harmlos wirkenden Demos".

Dazu erklärt Katjana Zunft, Fraktionsvorsitzende der "Linken" Lübeck:

(")Seit Monaten verfolgen wir die Kommunikation in den Telegramm-Gruppen, worüber sich die Menschen verabreden. Hier ist von Endsieg und Umsturz der Regierung die Sprache, da werden Adressen von Mutmaßlichen Antifaschisten veröffentlicht, da geben AFD Landtagsabgeordnete Tipps. Immer wieder sollen Politiker, Wissenschaftler und Ärzte zur Rechenschaft gezogen werden. Immer wieder wird ihnen der Tod gewünscht. Man ruft wiederholt dazu auf, sich der Maskenpflicht zu widersetzen oder ohne Masken einkaufen zu gehen. Der Politik wird unterstellt, dass alle Kommunisten seien, eine Diktatur aufbauen, korrupt und Verbrecher sind. Insgesamt lesen sich diese Chats als Aufforderung zu Gewalt, Umsturz der Regierung und der Aberkennung der staatlichen Ordnung. Weit weg vom Grundgesetz und den demokratischen Werten.

Man möchte sich zwar reinwaschen von dem Vorwurf, die Demos würden von und mit Rechten organisiert, duldet aber weiterhin diese Auswüchse in den Kommunikationskanälen. Auch wird hier ganz offen damit geprahlt, dass die meisten ja gar nicht wissen, wer hinter diesen Demos stecken und man macht sich wiederholt lustig über die Demonstranten, die immer wieder abwertend als Hippies bezeichnet werden, die man noch radikalisieren muss. Zu all diesen Aussagen liegen uns Screenshots aus den Organisierenden Gruppen vor. Scheinbar ist man nun auch nervös geworden, nachdem sich in der Stadt Widerstand regt und ein breites Gesellschaftliches Bündnis sich den Coronaleugner in den Weg stellt. Aber selbst in sogenannten offenen Briefen findet man nur unseriöse bis gesundheitlich gefährliche Quellen. Man möchte sich zwar von Nazis distanzieren, nicht aber von einer Impfweigerung, von kruden medizinischen Mythen und der Querdenker Bewegung. Jetzt geht man noch einen Schritt weiter und lädt Redner ein, die fest in der Querdenkerszene verankert sind und von Demo zu Demo tingeln. Auch wird es von dem Anmelder bedauert, dass man nun nicht mehr in KZ Sträflingskleidung oder mit einem Judenstern demonstrieren darf. Das ist für mich eine ungeheuerliche Verharmlosung des Holocaust.(")

Andreas Müller, Vorsitzender der Lübecker Linken:

(")Wer Kritik an der Pandemiepolitik hat, sich über Maßnahmen wundert, die manchmal widersprüchlich sind, wer in seiner Existenz bedroht ist, kann all dies sagen. Man kann auch gegen das Impfen sein, wenn man bereit ist die Folgen zu tragen, aber all das ist kein Grund einen Gewaltsamen Umsturz der Regierung zu befürworten oder sich wissenschaftsleugnend zu äußern. Wir leben in einem Land, in dem jeder seine Meinung sagen darf, ohne Gefahr zu laufen ermordet zu werden oder in ein Gefängnis zu kommen. Die Kräfte, die hinter diesen Spaziergängen stehen, wollen genau das abschaffen.(")

"Die Linke" ruft zur Demo "Solidarisch gegen Corona – kein Raum für Nazis" mit dem Bündnis "Wir können sie stoppen" am Montag, dem 7. Februar. auf. Die Demo startet um 17 Uhr ab Koberg, um 18 Uhr startet eine Menschenkette ab Kohlmarkt.

Andreas Müller und Katjana Zunft laden zu einer Demo am Montag ein.

Andreas Müller und Katjana Zunft laden zu einer Demo am Montag ein.


Text-Nummer: 149743   Autor: Fraktion DL/Red.   vom 02.02.2022 um 09.46 Uhr

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