Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Finanzielle Hilfe zur Familienplanung steht bereit

Lübeck: Archiv - 04.02.2022, 10.45 Uhr: Eine gute Nachricht für Frauen mit Wohnsitz in Lübeck und Anspruch auf Sozialleistungen oder mit geringem Einkommen. Auch für dieses Jahr hat die Hansestadt Lübeck ein Budget zur Kostenübernahme ärztlich verordneter Verhütungsmittel bereitgestellt.

„Wir freuen uns sehr, dass die Stadt auch 2022 eine finanzielle Hilfe zur Familienplanung anbietet und die betroffenen Frauen nicht auf eine bundeseinheitliche Lösung warten lässt“, sagt Helga Lenz von der Humanistischen Union. Hoffnung auf eine Beendigung der Misere sei die Zusage der neuen Regierung, eine entsprechende Gesetzesänderung auf den Weg zu bringen. „Zweieinhalb Jahre nach Beendigung des bundesweiten Modellprojekts „biko – Beratung, Information und Kostenübernahme bei Verhütung“ und der damit aufgezeigten Dringlichkeit und Notwendigkeit einer solchen Hilfe ist bis jetzt auf Bundesebene leider nichts passiert“, kritisiert Anne Potthoff, Leiterin von pro familia Lübeck. „Viele Kommunen springen dankenswerter Weise vorübergehend in die Bresche.“

Alle fünf Schwangerenberatungsstellen in der Hansestadt beraten zur Kostenübernahme und nehmen Anträge an. Das Angebot der Kostenübernahme gilt für Lübeckerinnen, die das 22. Lebensjahr vollendet haben (davor bezahlt die Krankenkasse) und Leistungen nach dem SGB II, SGB XII, § 6a BKGG, Ausbildungsförderung nach BAföG, Berufsausbildungshilfe (BAB), Wohngeld oder Zahlungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten oder deren Einkommen unterhalb der Armutsgrenze liegt. Nachweise darüber und das Rezept der Arztpraxis müssen in der Beratungsstelle vorgelegt werden. Ist die Berechtigung gegeben, erhalten die Frauen eine Bestätigung der Kostenübernahme und bekommen die Verhütung kostenfrei.

Aufgrund der Pandemie ist vor einem Gespräch in der Beratungsstelle eine vorherige Terminvereinbarung per Telefon oder Mail unbedingt nötig. Die Schwangerenberatungsstellen von pro familia, Humanistische Union, Caritas, Gemeindediakonie und donum vitae weisen darauf hin, dass das Angebot der Kostenübernahme von Verhütung eine freiwillige Leistung der Hansestadt Lübeck mit einem begrenzten Budget darstellt. Es besteht kein Rechtsanspruch. Die Beratungsstellen fordern eine schnelle bundesweit einheitliche, gesetzlich verankerte Regelung.

Unter anderen wird in der Beratungsstelle der Caritas in LÜbeck über die Kostenübernahme für ärztlich verordnete Schwangerschaftsverhütung informiert.

Unter anderen wird in der Beratungsstelle der Caritas in LÜbeck über die Kostenübernahme für ärztlich verordnete Schwangerschaftsverhütung informiert.


Text-Nummer: 149790   Autor: pro familia/red   vom 04.02.2022 um 10.45 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.