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Neues Stützpunktkonzept für den Leistungssport

Schleswig-Holstein: Archiv - 08.02.2022, 11.41 Uhr: Der Leistungssport in Schleswig-Holstein soll in Zukunft noch zielgerichteter gefördert und unterstützt werden als bisher. Das haben Innenstaatssekretärin Kristina Herbst und der Vizepräsident des Landessportverbandes Schleswig-Holstein Bernd Küpperbusch heute, am 8. Februar, in Kiel angekündigt.

"Wir wollen vor allem unsere schleswig-holsteinischen Nachwuchsleistungssportlerinnen und -sportler zukünftig noch intensiver fördern, als dies bislang der Fall ist", so Herbst. "Natürlich liegt unser Hauptaugenmerk auch in Zukunft auf der Unterstützung des Breitensports, aber wir wollen auch im Bereich des Nachwuchsleistungssports neue Wege gehen und diese durch gezielte Maßnahmen erfolgreich beschreiten", so die Staatssekretärin weiter.

LSV-Vizepräsident Bernd Küpperbusch hob die sehr guten Möglichkeiten hervor, die sich im Rahmen der Umsetzung des Zukunftsplans Sportland Schleswig-Holstein insbesondere im Leistungssport ergeben würden: "In diesem Plan liegt die Grundlage dafür, dass Schleswig-Holstein als Standort für Nachwuchs-, Leistungs- und Spitzensport gestärkt wird." Denn mittlerweile verfügten nicht nur die Bundestützpunktsportarten über gute Potenziale und Perspektiven, weitere Sportarten wie zum Beispiel Handball oder Triathlon seien dazu gekommen, so der LSV Vizepräsident. Um die Basis für dieses Vorhaben zu schaffen, wurde das im Rahmen des neuen Leistungssportkonzeptes des Landessportverbandes Schleswig-Holstein erstellte Stützpunktkonzept weiterentwickelt und unter Berücksichtigung der Bund-Länder-Vereinbarung zur Leistungssportreform und der Einbeziehung der Handlungsempfehlungen aus dem Zukunftsplan Sportland Schleswig-Holstein mit dem Innenministerium abgestimmt.

Zukünftig sollen bereits bestehende Strukturen der Landesfachverbände genutzt und mit Landesmitteln unterstützt werden, mit dem Ziel, die Situation von Nachwuchsathletinnen und -athleten zu verbessern. So sieht das Konzept unter anderem vor, dass Mitglieder der Nachwuchskader sich an den einzelnen Stützpunkten im täglichen Training treffen, um auf einem höheren Niveau trainieren zu können. Damit wird die individuelle Entwicklung jedes einzelnen Sportlers und jeder einzelnen Sportlerin vorangetrieben.

Pro Stützpunkt stehen jährlich bis zu 20.000 Euro zur Verfügung. Anträge sind über die Fachverbände an den Landessportverband möglich; für die Anerkennung wurde ein formelles und belastbares Anerkennungsverfahren entwickelt, das zwischen Innenministerium und Landessportverband abgestimmt wurde.

Kriterien für die Anerkennung von Landestützpunkten:

- Landesstützpunkte sind Trainingseinrichtungen, an denen die Landesfachverbände und leistungsstarke Vereine eng abgestimmt und zielorientiert zusammenarbeiten. Vor Ort findet ein qualitativ hochwertiges, vereinsübergreifendes Training für Landeskader im Einzugsgebiet eines leistungsstarken Vereins oder mehrerer leistungsstarker Vereine regelmäßig und dauerhaft statt.
- Die Anerkennung eines Landesstützpunktes setzt voraus, dass in der Regel mindestens fünf Kaderathletinnen und -athleten (LK- und NK2-Kader) schwerpunktmäßig am Stützpunkttraining teilnehmen.
- Am Landesstützpunkt muss qualifiziertes Leistungssportpersonal zur Verfügung stehen.
- Die beantragten Landesstützpunkte müssen über eine leistungssportgerechte Sportinfrastruktur verfügen (zum Beispiel Sportstätten, -einrichtungen und -geräte).
- Die Landesstützpunkte sollen am Standort mit Schulen kooperieren. An Standorten mit Partnerschulen des Leistungssports beziehungsweise Partnerschulen Talentförderung arbeitet der Landesstützpunkt mit diesen eng zusammen.
- Der Landesfachverband muss sich am Landesstützpunkt mit Personal- und Sachleistungen (zum Beispiel durch den Einsatz des jeweiligen Landestrainers) beteiligen.

nträge sind über die Fachverbände an den Landessportverband möglich. Symbolbild: Archiv

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Text-Nummer: 149856   Autor: IM SH/Red.   vom 08.02.2022 um 11.41 Uhr

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