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Behördengänge online jetzt auch in Lübeck

Lübeck: Archiv - 21.02.2022, 18.05 Uhr: Der Anfang ist gemacht. Bereits 80 behördliche Dienstleistungen können zurzeit bereits in Lübeck erledigt werden. Mit dem Tablet in der Hand demonstrierte Bürgermeister Jan Lindenau im Bürgerbüro Königspassage die Möglichkeiten, die der Lübecker Bürger jetzt bereits hat, sich vom Wohnzimmersessel aus an seine Behörde zu wenden.

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"Fahrzeug abmelden geht jetzt schon einfach," schwärmte Lindenau und klickte sich schnell mal zum betreffender Formular durch, "an der Anmeldung sind wir zurzeit noch dran, das kommt aber demnächst." Stefan Ivens, Digitalbeauftragter der Verwaltung mit dem schönen Titel "Chief Digital Officer" nickte bestätigend. Er hat die schwierige Aufgabe den digitalen Zugang zur Behörde zu organisieren, und gerechterweise muss man sagen, dass das keine wirklich einfache Aufgabe ist. Das "Online-Zugangsgesetz" spielt dabei eine Rolle, denn die gesetzlichen Vorgaben müssen natürlich eingehalten werden. Mal eben eine Angelerlaubnis zu beantragen ist etwas anderes als ein rechtsgültiges Aufgebot zu bestellen, ganz abgesehen vom Datenverkehr mit dem Gesundheitsamt. Dort sind besonders strenge Anforderungen an die Datensicherheit zu beachten und all das muss digital gängig gemacht werden.

Der Bürgermeister ermuntert die Lübecker in diesem Zusammenhang besonders, die digitale Funktion des Personalausweises freizuschalten. Dann kann man sich über die AusweisApp des Bundes sein "Bürgeronlinekonto" anlegen, um anschließend mit der Behörde in Kontakt zu treten. Wenn man es dann noch schafft, den Antrag hinreichend vollständig auszufüllen soll alles möglichst "medienbruchfrei durchgängig" beim Entscheider landen, der dann eine zügige Genehmigung erteilt. Wem das noch zu futuristisch ist, der kann allerdings auch den Formularbereich anklicken, sich die Formulare ausdrucken lassen und dann per Post abschicken, oder gleich einen Termin beim Entscheider machen, der sich freut, wenn der ganze Fall bereits behördentechnisch vorbearbeitet ist.

Den findet man mühelos über den "Zuständigkeitsfinder" und wenn man erst einmal ganz ahnungslos ist, gibt man sein Stichwort erst einmal in die intelligente Suchmaschine ein. Das Stichwort "Wohngeld" führt dann sofort auf die richtigen Seiten. "Das geht bei uns schon digital, denn Lübeck hat die Wohngeldbearbeitung entwickelt und als erste Kommune im Land bereits eingeführt," erwähnt der Bürgermeister nicht ohne Stolz.

Das Ganze ist ein langer Lern- und Verfeinerungsprozess, denn letztlich sollen 575 Dienstleistungen digitalisiert werden. Da sind natürlich auch Genehmigungen im Gewerbebereich dabei und man darf auch nicht vergessen, dass die Prozesse sich weiterentwickeln. Vorschriften und Gesetze ändern sich, gab Lindenau zu bedenken, dann muss der digitale Prozess natürlich angepasst werden. Stefan Ivens nickte bedächtig. Er muss ein stetiges Auge auf diese komplexen Vorgänge haben, damit die digitale Behörde auch tatsächlich bürgerfreundlich funktioniert.

Zum Angebot der Stadt: www.luebeck.de/onlinedienste

Im Original-Ton hören Sie ein Interview von Harald Denckmann mit Bürgermeister Jan Lindenau und dem Digitalbeauftragten Stefan Ivens.

Jan Lindenau und Stefan Ivens stellten das Angebot der Online-Behördengänge vor. Fotos, O-Ton: Harald Denckmann

Jan Lindenau und Stefan Ivens stellten das Angebot der Online-Behördengänge vor. Fotos, O-Ton: Harald Denckmann


Hier hören Sie den Originalton:

Text-Nummer: 150087   Autor: Harald Denckmann   vom 21.02.2022 um 18.05 Uhr

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